Stephanie Berth

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Von sich selbst zu schreiben, ist nicht die einfachste Aufgabe, aber ich habe mich dazu entschieden, meine verschiedenen Pseudonyme, mit denen ich in den vergangenen drei Jahren arbeite, letzten Endes dann unter meinem normalen Namen zu veröffentlichen.
Meine Entscheidung, unter verschiedenen Namen zu schreiben, hatte verschiedene Beweggründe. Vor allem musste ich Abstand zu dem gewinnen, was ich ausdrücken wollte. Am Anfang meiner neuen Projekte hatte ich den Eindruck, nichts würde zueinanderpassen und ich wollte die Themen untereinander abgrenzen. Allerdings habe ich im Lauf der Zeit festgestellt, dass alles miteinander verbunden ist. Um es klar auszudrücken, sehe ich heute keine Schwierigkeit mehr darin, einen dunklen Roman im Genre Fantasy zu schreiben und Fotos von Gänseblümchen zu machen, neue Rezepte auszuprobieren, Lithoterapie zu studieren und im Wald zu joggen. Im Gegenteil, ich bin es leid, die einseitig gepolten Profile im Internet anzuschauen, in dem irgendwelche aktuellen Regeln beherrscht werden, die ein jeder, der ernsthaft an seinen Projekten arbeitet, folgen soll. Alles ändert sich sehr schnell und mir ist es wichtig, die Dinge zu gestalten, zu schaffen und zu erleben.
Ich habe die Zeit gebraucht, um meine eigenen Recherchen zu vertiefen und zu lernen. Doch nun habe ich keine Lust mehr, es so kompliziert zu gestalten, unter dem einen oder anderen Namen zu schreiben. Was soll’s! Wichtig ist der Weg und ich freue mich schon darauf, was sich noch alles ergeben wird. Das erste Buch der Chroniken von Ravan neigt sich dem Ende zu und ich werde es in die Hand nehmen, die Illustrationen zu gestalten. Egal wie lange ich dafür brauche, es wird sich schon zeigen und wenn es soweit ist, werden die Elemente zusammengefügt und für andere lesbar werden. Nebenher entwickeln sich andere Pläne, die meines Mannes und wahrscheinlich auch bald die meiner Töchter. Sie fangen schon fleißig mit dem Zeichnen an und verfügen eine gewisse Leichtigkeit beim Fotografieren. Sie träumen auch von einem eigenen Rollenspiel mit selbst entwickelten Charakteren und Abenteuern. Was will man noch mehr? Ich träume davon, eines Tages gemeinsam mit ihnen ausreiten zu können und so wird es auch kommen. Wir haben noch allerhand gemeinsame Reisen und Projekte vor. Meine Pseudonyme dürfen ruhig so stehenbleiben, als Erinnerung an diese Momente, in denen ich sie brauchte.

Stephanie Berth und Jean Luc Escriva
Ich hatte gerade kein professionnelles Portrait mit wichtiger Miene und ernster Pose zur Verfügung – hach nein, na dann macht sich ein aktuelles Foto vom Handy aus den Sommerferien Sehr gut. Mein Lebensgefährte Jean-Luc Escriva, der sich als freier Künstler und Komponist Auch selbst finanziert  🙂

Heute bin ich mein eigener Sponsor, jene die ihre Projekte selbst realisiert und finanziert. Alles ist möglich, es ist nur eine Frage von Zeit, Konzentration und Ausdauer. Um so besser, wenn ich das was war mit anderen teilen kann. Doch ehrlich gesagt werde ich keine Zeit mehr damit verschwenden, nach Verlegern und Finanzen zu suchen. Die Zeit brauche ich zum Leben und Schaffen. Vor meiner Entscheidung, mit verschiedenen Pseudonymen zu schreiben, habe ich Jahre damit vergeudet, nach Verbindungen und Unterstützung zu suchen. Was dabei heraus kam, abgesehen von den Erfahrungen, war lediglich, dass ich immer weniger Zeit zum Schreiben und Ausarbeiten meiner eigentlichen Ideen hatte. Hierbei möchte ich einfach darauf hinweisen, dass jeder Künstler, der nicht in einen einflussreichen Kreis geboren wurde, sich davor in Acht nehmen sollte, wenn sogenannte finanzkräftigen Menschen angeblich wissen, was gut für ihn sei. In den wenigsten Fällen sind Menschen dazu bereit, sich die Mühe zu geben, andere verstehen zu wollen. Warum sollte es in der Verbindung Sponsor-Künstler nicht anders sein? Es ist einfach, einem Menschen, der über weniger Mittel verfügt, glauben zu lassen, dass sich alles mit Geld arrangieren würde und man als „einflussreiche Person“ wisse, wie sie alles im Leben abspielt. Zum künstlerischen Schaffen braucht man soviel Freiheit wie möglich, und die findet man eben nur in sich selbst und nicht in von überteuerten Champagner getränkten Abenden, in denen angeblich interessante Bekanntschaften geknüpft werden.
Es spielt auch keine Rolle, in irgendeiner Form beweisen zu wollen, ein Experte zu sein. Wozu? Um sich und anderen zu zeigen, dass man genügend zu melden hat, um Bücher zu schreiben? Ich habe allerhand Bücher von solchen Experten gelesen und mich dabei zu Tode gelangweilt. Andere wiederrum gefielen mir außerordentlich und sie wurden zum Beispiel von einem Mann geschrieben, der sein Lebensunterhalt als Türsteher verbrachte. Die Menschheit ist, was sie ist. Geschichten sind dazu da, neu erzählt zu werden. Wenn sie jemand lesen kann, ist das ein Bonus.
Beim Erarbeiten der Chroniken aus Ravan keimen bereits weitere Ideen von anderen Geschichten, die erlebt werden wollen. Ich las kürzlich mit Begeisterung ein Buch mit einem alarmierenden Text über die momentane Situation der Welt. Ein Kapitel davon erzählte von den Träumen, die einen Menschen bewegen. Leider war dieses Kapitel für mein Dafürhalten viel zu kurzgehalten und ich hätte mir gewünscht, mehr über die Seele des Autors zu erfahren. Wahrscheinlich werde ich eines Tages einen Brief an ihn schreiben und meine Auffassung von der Wichtigkeit und der Kraft unserer menschlichen Träume unterbreiten. Ob er diesen Brief lesen wird, ist eine andere Frage, aber dieser Text wiederrum wird mir helfen, meinen eigenen Gefühlen Form zu verschaffen. Ist das Schreiben und Lesen von Büchern und Texten nicht einfach eine ausgefeilte Art, seine eigenen Gedanken auszuleben und mit anderen zu teilen? Wenn wir schon nicht über die Zeit in unseren ausgebuchten Leben finden, dann sollten wir dennoch lesen. Lesen ist eine Reaktion, eine Aktion des Trotzes, eine Form von Rebellion gegen ein System, welches uns die Zeit auffrisst.
In meiner Jugend machten Denker und Philosophen sich Sorgen um das Verschwinden menschlicher Träume. Mittlerweile ist es so, dass man sich Sorgen um das Verschwinden von Menschlichkeit machen kann. Trotzdem halte ich an meinem Vorhaben, meine Geschichten in meinem Kopf leben zu lassen und so genau wie möglich aufzuschreiben.
Auf zu neuen Abenteuern aus vergessenen Zeiten!

Auf Frazösisch schreibe ich auf „Happy Millefeuille“ unter dem Pseudo „Lucie Cedille“ weiter – ist praktisch so.

Auf Instagram unter circadian.magic lasse ich mich hin und wieder mit meinen Tarotkarten aus 🙂

 

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Zum Ende hin ….

Pusteblume auf dem Heimweg

Wie fühlt es sich an, wenn einem irgendwann klar wird, dass sich ein Buch zum Ende neigt? Ehrlich gesagt ist das ein seltsames Gefühl. Ich hatte den Ablauf des ersten Buchs der Chroniken aus Ravan klar im Kopf, notiert, strukturiert und entwickelt. Beim Schreiben ist mir allerdings aufgefallen, dass die Kapitel immer länger ausfielen als ich vermutet hatte. Zum ersten Mal in meinem Leben habe ich mir wirklich Zeit gelassen, einen Text zu schreiben. Die Personen wuchsen heran und es kamen sogar neue hinzu. Und bei jedem neuen Kapitelanfang rieb ich mir die Hände und schien genau zu wissen, wo ich am Ende ankommen würde. Doch um den Leser respektvoll mit in die Handlungen zu nehmen, wollte ich mir keine Hektik erlauben. An einer Geschichte vorbeirauschen bringt niemand etwas. Und in den vergangenen Monaten gab ich mir Mühe, die Abenteuer und Geschehnisse sorgfältig zu schildern. Ein königlicher Berater kann nicht nur einfach erwähnt werden, allein seine Stellung zu behaupten, sich zu diesem Posten hochzuarbeiten und auch noch ein doppeltes Spiel im Schild zu führen, kann keine einfache Person sein. Wer sind seine Mit- und Gegenspieler? Wie läuft das Leben am Hof der Unih ab und wie verwalten sie ihre Existenzen?
Ich bin jedenfalls sehr froh, dass ich diesen Hexenmeister mit hinzu genommen habe, was ich vorher eigentlich gar nicht wissen konnte. Ewellent hat sich im Laufe der Geschichte regelrecht aufgedrängt, auf einmal war er da, mitten im Wald und wollte seine Rolle im Geschehen dieser unruhigen Zeit spielen. Was er genau verfolgt, kristallisiert sich nach und nach in kleinen Abschnitten heraus. Im zweiten Buch wird er deutlich aussprechen, warum er gekommen ist und warum er wieder gehen wird. Seine Beziehung zum Berater des dunklen Königs vertieft sich Schritt für Schritt und die Zofe bekommt eine wichtige Rolle … die eigentlichen Hauptpersonen sind umgeben von Menschen, die einen großen Einfluss auf die gesamte Geschichte haben.
Und woher kommen die Namen der Orte in ihren Ländern? Legenden sind dazu da, erzählt zu werden, sonst haben sie keinen Sinn. Es scheint so, als seien sämtliche Geschichten miteinander verbunden und wie schade für jene, die sich nicht auf die Einladungen von zu lesenden Büchern und Texten einlassen. Das kommt mir fast so vor, als würde die Hälfte einer Existenz fehlen, wenn man sich nicht auf aufgeschriebene Gedankenpfade einlässt.

Natur in Paris

Beim Schreiben ist mir kürzlich eingefallen, dass es spannend wäre, einen gravierenden Abschnitt in die Geschichte gleiten zu lassen. Ich summierte die bisher geschriebenen Worte und musste feststellen, dass vom Umfang her ein ordentliches Buch von mir aufgeschrieben wurde. Folge dessen kam ich zur Entscheidung, dass ich am Ende des ersten Buches arbeite. So war das vom Handlungsablauf eigentlich nicht geplant und viele Abenteuer werden zwangsläufig in den zweiten Band verschoben, aber es passt im Grunde hervorragend.

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Wie solle es konkret weitergehen? Nun ja, ein Buch aufzuschreiben ist schon mal eine gute Sache, jetzt geht es darum, alles wieder und wieder zu lesen, zu korrigieren, Zeit zum Lautlesen finden, den Text ausdrucken, ruhen lassen und abermals lesen, notieren, kritisch aufschreiben, was fehlen könnte und was vielleicht zu viel ist.

Natur in Paris 2

Mit etwas Glück werde ich es schaffen, einen lesbaren Text hinzukriegen. Und die Landkarte! Vorläufig gebe ich mich mit ein paar Zeichnungen in meinem Notizbuch zufrieden, doch es wäre doch sehr schön, wenn das wie eine richtige Karte aus der Zeit der Chroniken von Ravan aussehen würde. Das bedeutet, dass ich allerhand Zeichenarbeiten vorhabe. Illustrationen würden mir auch gut gefallen und ich habe den Eindruck, dass ich das auch schaffen werde. Immerhin habe ich allerhand Zeit zurückgewonnen, seit ich aufgehört habe, mich ständig mit Instagram und Facebook auseinander zu setzten. Das hat mir leider nie viel gebracht, insofern ist es sehr erholsam für mich, wieder etwas so wie früher zu leben, als es noch keine sozialen Netzwerke gab. So ganz weg bin ich ja nun auch wieder nicht, sonst würde ich diese Zeilen für meinen Blog nicht schreiben. Aber es ist sehr wichtig für mich, so wenig wie möglich in den sozialen Netzen zu sein, weil ich mich auf diese Art und Weise einfach besser konzentrieren kann.

Frühling in Fontainebleau 1

Ach, und die Frage, nach einem Verleger zu suchen erklärt sich von vorneherein. Ich habe vor ein paar Jahren allerhand Erfahrungen gemacht und akzeptiere, dass ich zu der grauen Masse aus der goldenen Mitte der Gesellschaft gehöre. Was bedeutet, dass mein Leben nicht miserabel genug ist, um irgendwelche Medien zu interessieren, und ich auch nicht zu den Oberen gehöre, die über Beziehungen verfügen. Also bin ich in den letzten zwei Jahren mein eigener Sponsor geworden. Ich arbeite voll in einem Job und benutzte den Rest der Zeit für mein Leben und eben dieses Projekt der „Chroniken aus Ravan“. Zeit ist sehr kostbar und die kann ich nicht mit anstrengenden Networking und aufreibenden Suchen nach Verlegern vergeuden. Es ist mir viel wichtiger, Dinge entstehen zu lassen und mich auf das Werden zu konzentrieren. Sonst hätten die Chroniken aus Ravan keinen Sinn. Ich schreibe diese Geschichten, um mich an das Wesentliche von Menschen und Natur heranzupirschen. Das ist die Mühe wert. Und damit habe ich genug zu tun. Wenn es soweit ist, wird das erste Buch als solches existieren und der Text als Leseprobe im Internet zur Verfügung stehen.

Frühling in Fontainebleau

Ich freue mich schon auf den neuen Anfang des zweiten Bands. Und dabei fühle ich mich irgendwie überrascht, denn ich sah das Ende des ersten Bands nicht klar vor mir. Und nun ist es soweit! Jedenfalls rede ich mir selbst Mut zu und sage mir, dass alles gut wird. Wenn ich meine Lieblingswege durch den Wald von Fontainebleau laufe, verliere ich mich in den Geschichten, die einst unsere Vorfahren bewegten und die sich vielleicht in meinen Geschichten wiederfinden. Eine tiefe Verbindung zur Erde, auf der wird geboren wurden und unserer Existenz zu begreifen zu versuchen.

Wie kam ich dazu, Nora Jones zu lesen ?

Der Ruf der Wellen - Nora Roberts

Ich habe dieses Buch gelesen, weil es ein Teil von einem Buchpaket von einer Schülerin meines Lebensgefährten war. Eine Frau, vielleicht fünfzehn Jahre älter als ich, die ihren Umzug vorbereitet und ihre Bücherregale ausmistet. Als leidenschaftliche Leserin habe ich diese Gabe zunächst sehr geschätzt. Sehr interessant war auch, welche Art von Büchern sich in dieser Sammlung befanden. Eine deutsche Frau, die ihr Leben in Frankreich verbracht hat, aber merkwürdigerweise alles Mögliche im deutschen Land besser findet.
Jedenfalls habe ich diese Lektüre begonnen, indem ich mir sagte, es wäre doch mal interessant, etwas zu lesen, was ich mir sonst nicht aussuchen würde. Immerhin hat diese Nora Roberts einen riesigen, internationalen Erfolg. Sie vermischt schöne Menschen mit Abenteuerluft, gewürzt mit Liebe und sogar Sex und etwas Mystik. Das Ganze in einer sehr einfachen Sprache und simplen Form, damit es jeder, oder besser jede verstehen kann. Ich denke, Nora Roberts ist eine Schriftstellerin, die in erster Linie von Frauen gelesen wird. Die Gespräche zwischen den Protagonisten sind auch einfach gehalten und im Grunde entspricht das wohl einer gewissen Realität. Man tut immer so, als wären Menschen unglaublich intelligent, besonders wenn es sich um geschriebene Texte handelt, dabei sind wir nicht einmal in der Lage, Delfine zu verstehen, um nur ein treffendes Beispiel zu nennen.
So gesehen möchte ich diesem Buch keine Kritik ausüben, mir hat es nicht besonders gut gefallen, was seinen Erfolg eher bestätigt. Es ist nicht das erste Mal, dass ich an einem Buch, welches eine allgemeine Anerkennung erlangt, überhaupt nichts finden kann. Es kommt mir sogar manchmal so vor, dass ich nur soviel lese, weil ich ein wirklich gutes Buch suche. Vielleicht besteht dann doch eine Regel: ein gutes Buch wird von einem Schriftsteller geschrieben, der nur für sich schreibt und dem der Rest der Welt eigentlich egal ist, der sich absolut nicht um die Meinungen anderer Menschen kümmert.

Vor diesem Buch habe ich noch ein paar andere Bücher gelesen, die von vielen Leser als toll befunden wurden und die ich geschenkt bekommen habe. Eine andere Schülerin, die ihr Haus ausmistet und mir ihre Bücher überlässt. Letzten Endes bin ich zu der Entscheidung gekommen, dass ich keine Müllablagestelle bin und es nicht unbedingt nötig habe, all diese Bücher in meinem Lebensraum zu horten. Zudem habe ich die Magie des Aufräumens von Marie Kondo kennengelernt und das Ergebnis ist, dass 60% all meiner angehäuften Bücher in einem Buchladen gelandet sind und ich in meinem Haus wieder atmen kann. Das Buch „Der Ruf der Wellen“ war in diesem Schub zufälliger Weise nicht dabei, weil ich es gerade las und dann doch gerne kennen wollte. Ich habe noch ein anderes Buch im Regal von Nora Robert, eine französische Übersetzung, die ich mir mal in einem Restpostenladen gekauft habe. Bei Gelegenheit werde ich es lesen. Es ist doch wichtig für mich, zu erkennen, dass ich meine eigenen Texte doch lieber einfach halten sollte. Wozu immer so tun, als wäre man intelligent, das ist vergebene Mühe.

Zum Fazit möchte ich sagen, Nora Roberts ist kurzweilige Strandlektüre. Was das Bild und das Verhalten der Frau Männern gegenüber anbetrifft, möchte ich jetzt nicht unbedingt breittreten, denn diese Bücher sind alles andere als emanzipiert und entsprechen einem Zeitgeschmack. In den siebziger Jahren glaubte man auch, dass die Frauen emanzipiert seien und man braucht sich nur die James Bond Filme aus dieser Zeit anzuschauen, um zu begreifen, was für Hirngespinste in den Köpfen der Menschen herrschten. Persönlich bin ich es leid, junge Frauen einfach als selbstbewusst abzustempeln, weil sie fleißig auf die Universität gehen, die vom wohlhabenden Papa bezahlt wird, während die brave Mama das heimatliche Nest in Ordnung hält und die Eltern nur darauf hoffen, dass ihr Mädchen einen ordentlichen Ehemann findet, der all ihre (materiellen) Wünsche erfüllen kann. Dazu kommt, dass diese jungen Weibchen völlig ihre Mittel verlieren, sobald sie sich vor einem durchtrainierten Mann befinden, der sie anmacht. Dann wird von Gefühlen und Regeln geredet, du tust mir weh und blablabla, ich weiß was ich will, dabei wird sie wahrscheinlich nur vom sozialen Druck und ihren Hormonen gesteuert.
Dabei frage ich mich jeden Tag, wie fühlt es sich an, wenn ich mich einfach wie ein Mensch verhalte. Ich bin eine Frau, aber ich verhalte mich nicht wie ein Weibchen in dieser Epoche. Aber um dahin zu kommen, bedarf es allerhand Erfahrungen, Forschungen und vor allem Freiheit im Kopf. Und man muss akzeptieren, allein zu sein.

« Die Seiten der Welt » von Kai Meyer

Die Seiten der Welt - Kai Meyer

Hallo liebe Leser ! Heute habe ich mich dazu entschieden, ein paar Zeilen über ein von mir gelesenes Buch zu schreiben und hier zu teilen. Ich lese sehr viel französische Texte und Bücher, es ist eher selten, dass ich mich einem deutschen Buch zuwende. Aber Ausnahmen bestätigen die Regel.
Meine persönliche Geschichte mit dem Buch „Die Seiten der Welt“ von Kai Meyer ist etwas anders als einfach nur ein Kauf im Buchladen oder im Internet.

Zunächst ein paar Worte zum Inhalt des Buches:

Ein fünfzehn Jahre junges Mädchen lebt mit ihrem Vater und ihrem jüngeren Bruder abgeschieden von der normalen Welt in einem Reich der Bücher. Sie lernt über die Magie der Bücher und sehnt sich danach, sobald wie möglich, zu ihrem Seelenbuch zu finden, um selbst unglaubliche Abenteuer und Recherchen wie ihr mächtiger Vater zu erleben. Dabei wird ihr bald bewusst, dass sie sich in einem unglaublichen Abenteuer verstrickt befindet. Ein Abenteuer, in dem sich die Grenzen der Wirklichkeit, der Vergangenheit und Zukunft verschieben, sie mit unglaublichen Wesen Kontakt aufnimmt und bald nicht nur um ihre eigenes Überleben kämpfen muss, sondern die Existenz einer gesamten Welt von ihren Entscheidungen abhängt.

Kai Meyer nimmt uns in ein unglaubliches Abenteuer mit, in dem jedes Detail letzten Endes seine Bedeutung hat und was ich persönlich besonders interessant fand, ist seine Fähigkeit, Handlungsstränge interessant miteinander zu verflechten. Alle Geheimnisse finden ihre Erklärung früher oder später im Verlauf dieses fantastischen Abenteuers.

Ich habe mir dieses Buch vor etwa drei Jahren auf der Leipziger Buchmesse gekauft. Ein sehr intensiver Moment. Ich hatte mir damals ein Ziel gesetzt und zwar, vor meinem vierzigsten Geburtstag als Schriftsteller auf eine große Büchermesse eingeladen zu werden. Die vier Tage, die ich dort verbracht habe, waren voll von Erfahrungen, die ich um nichts missen möchte. Ich hatte die Möglichkeit, Leute zu treffen, die ich sonst durch Verbindungen im Internet kannte. Ein paar meiner Geschichten und sogar zwei kurze Romane waren von kleinen Verlegern veröffentlicht worden und ich hatte ein paar Tage frei gemacht, weil mein damaliger Verleger mich auf die Messe einlud. Ich befand mich auf einem Stand zwischen all den anderen Kleinverlegern, viele kannten einander, es wurden Mails und Visitenkarten getauscht und ich war von den Menschenmengen beeindruckt, die sich durch die Gänge schoben, um sich die Bücher anzuschauen, zu kaufen. Solche Messen sind wirklich ein Ereignis.
Kai Meyer war für mich zu diesem Zeitpunkt kein Begriff, aber ich fand das gepflegte Outfit des Buches sehr interessant und dachte mir, warum nicht ein neues Leseabenteuer versuchen. Ich beobachtete, wie die neuen, aber bereits anerkannten Autoren miteinander diskutierten. Für sie gab es ein abgegrenztes Café und ich musste mich daran erinnern, dass in Deutschland nicht dieselben Regeln gelten wie in Frankreich. In Deutschland bringt es absolut nichts, charmant und nett zu sein, um irgendwo eingeladen zu werden. Jede und jeder soll gefälligst seinen Platz bezahlen. Ich erinnere mich …
Immerhin hat der gute Kai mir das gekaufte Buch signiert – ich hatte es doch gekauft und das Signieren gehört für einen Autor zum Mindestprogramm des guten Tons. Diese Tätigkeit soll sogar sehr anstrengend sein, wenn die Leser stundenlang Schlange stehen und ein Buch nach dem anderen unterschrieben wird, mit einer persönlichen Note und obendrein einem Foto zur Erinnerung …
(Wie gesagt, in Frankreich, besonders in Paris habe ich oft die Erfahrung gemacht, dass es für mich einfach ist, mit einem gepflegten Make-up und einem gewinnenden Lächeln nahezu überall reinzukommen. Doch in meinem Heimatland ist das anders. Wenn man auf die Frage „Wer sind sie?“ nicht klipp und klar antworten kann, dass man jemand ist, der eine gewisse Bedeutung hat, wird man nicht reingelassen – Punkt.)
Aber im Grunde ändert das nicht viel.
Ich habe nach all dieser Zeit endlich Momente gefunden, dieses Buch zu lesen. Ich wollte diesen Band nicht beschädigen, denn ich lese nun mal viel in der Metro und im Zug auf meinen täglichen Pendelfahrten zur Arbeit. In der Tat haben sich allerhand Buchstaben vom schönen Umschlag im Laufe der Zeit abgerieben, was nicht geschehen wäre, wenn ich das Buch ausschließlich zu Hause gemütlich mit Tee gelesen hätte. Doch solche Momente sind zu selten. Wenn ich nur unter idealen Umständen lesen oder schreiben würde, käme dabei nicht viel heraus.
Merkwürdigerweise war es schwieriger als erwartet, dieses Buch zu lesen. Vielleicht hängt es damit zusammen, dass ich sehr viel auf Französisch lese. Aber ich habe es geschafft. Die Sprache in diesem Werk ist sehr bildlich und kommt mir so perfekt vor, wie jemand, der das gewissenhaft studiert hat. Genau diese Verbindungen, die mir absolut fehlen. Die Kunst, Handlungsstränge auszuarbeiten und ineinander zu verflechten, finde ich ausgesprochen gelungen. Und vor allem war ich froh darüber, dass ich noch immer in der Lage bin, dieses Lesegefühl zu erlangen, wie damals als ich als Kind meine Bücher aus der Stadtbücherei holte und mich regelrecht in meinen Lesestoff vertiefte.

Nun gut, ich habe überhaupt keine Beziehungen zu irgendwelchen Menschen, die sich für neue Geschichten interessieren oder in dieser für mich völlig undurchsichtigen Welt der Verlage, Hochschulen, Universitäten, Künstlern undsoweiter Verbindungen haben. Ehrlich gesagt habe ich versucht, mich dafür zu interessieren, daran teilzuhaben, zu kommunizieren, um zu lernen und bemerkt zu werden. Nach einigen Jahren ist mir aufgefallen, wieviel Zeit für das Networking drauf geht und mir persönlich gar nichts bringt. Was kann ich als unbekannte Schreiberin anderen schon bringen? Also habe ich das alles fallengelassen und entschieden, mich ausschließlich auf meine Geschichten und mein Leben zu konzentrieren. Ich bin mein eigener Sponsor und ein Vollzeitjob ist zeitraubend. Den brauche ich aber, um meine Familie und mich zu unterhalten. Den Rest der Zeit teile ich mir so ein, dass es mir hauptsächlich was bringt. Und Schritt für Schritt habe ich sie wiedergefunden, die Magie des Lesens und des Schreibens, das Gefühl, in fantastische Welten abzutauchen, die uns der menschlichen Essenz näherbringen. Denn diese Geschichten arbeiten unsere Erfahrungen, Sehnsüchte und Urängste aus. In diesen Geschichten kann man zurück zum Mut finden, den ein Mensch braucht, um in seiner Welt zu überleben. Diese Geschichten sind ein Aufbegehren gegen die Tatsache, einfach nur einem System zu dienen, in das man reingeboren wurde, in dem man nur eine Nummer ist, die etwas einbringen muss, um rentabel zu sein. Unsere Vielzahl scheint nur in Form von Verträgen existieren zu können. Doch unsere Vorfahren lebten anders auf dieser Welt und ich finde es wichtig, sich daran zu erinnern, um sich selbst besser zu verstehen. Viele von uns haben das Gefühl, nicht in das System zu passen und erdulden es schwer mit Stress und gesellschaftlichen Druck, doch im Grunde ist das System einfach nur unmenschlich. Allerdings ist es sinnlos, unser momentanes Zusammenleben verteufeln zu wollen. Wer hat schon wirklich Lust darauf, in absoluter Ungewissheit zu leben, kalten Wintern ausgesetzt zu sein, seine Kinder sterben zu sehen, selbst tödlichen Gefahren ausgesetzt zu sein? Ein System, dass uns ein Überleben in einem relativen Komfort ermöglicht, den Preis, den wir dafür bezahlen müssen, kennen wir – Unfreiheit.

Nun denn, soweit der Stand der Dinge. Ich finde das Buch „Die Seiten der Welt“ sehr gut und schön. Soll es zwischen meinen anderen Büchern im Regal darauf warten, wenn ich mal ein weiteres Werk von Kai Meyer lese. In der Zwischenzeit werde ich weiter in meine Chroniken aus Ravan abtauchen.

Durlundin – Götter und Sagen der Chroniken aus Ravan

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Mir ist aufgefallen, wie schwer es mir fällt, mich in Bücher aus dem Genre „High Fantasy“ zu vertiefen. Aus irgendwelchen Gründen auch immer wird das Schreiben von solchen Geschichten leider oft sehr auf die leichte Schulter genommen. Schon beim Lesen der ersten Zeilen fällt einem auf, wenn es einer Geschichte an Tiefe fehlt. Natürlich gibt es glücklicherweise einige Perlen, und das wäre ein überaus interessantes Thema für meinen Blog. In der Tat sollte ich hin und wieder mal über meine Lieblingsautoren und Bücher hier reden. Nicht dass ich meine Schreiberei mit diesen Arbeiten gleichsetzen möchte – davon kann nicht die Rede sein.
Es ist nur einfach so, dass ich es gerne mag, wenn man etwas komplett durchdenkt und ausarbeitet. Für mich persönlich spielt es überhaupt keine Rolle, wie lange ich brauche, um eine Geschichte aufzuschreiben. Wahrscheinlich wird sie nie zu einem Ende finden, denn vor jeder Geschichte, gibt es andere Begebenheiten, die ihre Wichtigkeit haben. Auf die Schnelle ein Buch schreiben, weil man sich ein Ziel gesetzt hat und das auf Biegen und Brechen erreichen möchte, ist durchaus machbar, habe ich auch schon ausprobieren können und ich bin dankbar für diese Erfahrung. Allerdings hat dieser Kraftaufwand nicht mehr viel mit der eigentlichen Idee meiner Geschichte zu tun. In den Chroniken aus Ravan ist die Rede von einer Welt, die es hätte geben können, in der wir vielleicht unsere ursprünglichen Instinkte wiederfinden. Eine Welt, in der man mit Naturkräften, Magie und menschlichen Feinden konfrontiert war und niemand wusste, wie ein Mensch den nächsten Monat überleben mochte.
Doch unsere Vorfahren haben es geschafft und haben in solchen Epochen gelebt.

Jedenfalls ist es für mich wichtig, mich den Gottheiten der Leute aus der Geschichte der Chroniken zu widmen. Ich empfinde es unvollständig, wenn Gottheiten oder Legenden einfach nur erwähnt werden, aber nirgendwo deren eigentliche Geschichte erwähnt wird. Damit es überhaupt dazu kommen kann, muss man sich erst einmal darüber im Klaren sein, was genau jene Legende oder Gottheit erlebt und vollbracht hat.

Ich empfinde es sehr interessant, sich in Urzeiten zu vertiefen und Wesen vorzustellen, die in Momenten vor der Menschheit gelebt haben, eng verbunden mit den ursprünglichen Elementen der Natur und des Universums und dennoch belebt von den ersten menschlichen Gefühlen, Wut, Neid, Sehnsucht, Instinkte, aus denen unsereins geworden ist.

So habe ich angefangen, die Geschichten der ursprünglichen Götter aus der Welt der Chroniken aus Ravan aufzuschreiben.

Durlundin

Oder auch auf Wattpad zu lesen !

Winterwald in Fontainebleau

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Ich kann mir gut vorstellen, dass einige Eltern von Jugendlichen das Problem kennen, wie man die jungen Leute an die frische Luft bekommt. Meine Mädchen sind immer sehr beschäftigt, sie zeichnen gerne und sind mit fantastischen Rollenspielen beschäftigt, wenn es nicht die Schule ist, die viel von ihnen verlangt.

Winterspaziergang

Doch in den vergangenen Tagen hatten wir das Glück, in Fontainebleau mal wieder einen richtigen Winter mit Schnee zu erleben. Hier in dieser Region bedeutet das Stillstand, denn die Züge fahren nur noch selten, die Schule macht zu, weil die Busse nicht fahren und die Autos bleiben die Nacht über im Stau auf der Autobahn stecken. Also sind wir zu Hause geblieben. Ich hatte überhaupt keine Lust, meine frisch verheilenden Füße klimatisch bedingten Unannehmlichkeiten auszusetzen, oder bis zum nächsten Bahnhof kilometerweit laufen zu müssen und vielleicht sogar im Zug stecken zu bleiben und gar nicht erst nach Hause zurück zu kommen. Also warten wir ruhig ab, bis sich die Situation wieder legt und die Leute hier der Situation her werden. Das schafft hier keiner, denn kaum ein Auto ist mit Winterreifen ausgerüstet und motorisierte Schneeschieber, die vor dem Berufsverkehr Schnee räumen, gibt es hier nicht.

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So habe ich die vergangenen Tage mit meinen Töchtern zu Hause verbracht, es sogar geschafft an den Chroniken aus Ravan weiterzuschreiben und wir hatten endlich mal wieder Sonnenschein. Die Fotos mit der Wintersonne sollte man einrahmen, denn hierzulande hatten wir seit Monaten keinen klaren Himmel. Augen zu und durch, es bleibt uns nichts anderes übrig. Was mich allerdings sehr berührt ist die Reaktion meiner fünfzehn Jahre jungen Mädchen (Zwillinge), wenn ich ihnen vorschlage, in den Wald zu fahren, um dort spazieren zu gehen und Fotos zu machen. Diesen Virus habe ich ihnen offensichtlich vererbt. Da freuen sie sich und lassen sich von der Magie der Natur einnehmen. Wir unterhalten uns beim Fotografieren über Naturgeister, Beobachtungen, Tropfen, merkwürdigen Formen und wie es wohl früher war, als es noch keine Heizung und elektrisches Licht gab. Wie wohl die Menschen damals lebten. Diese Gedankenspiele machen wir gerne, so kann man sich sofort vorstellen, wie die Menschen gezwungen waren, die Natur zu respektieren und warum sie einfach den Wandel der Jahreszeiten hinnahmen und mit heiligen Festen ehrten. Jeder Monat war ein neuer Sieg.

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Den Tag mit unserem Spaziergang im Schneewald haben wir mit einem leckeren Käsefondue und einem Film in unserem kleinen Familienkreis beendet. Mein Mann, meine Töchter und ich haben uns den Film „The Grey – unter Wölfen“ angeschaut. Meine Töchter kannten den noch nicht und sie waren begeistert, wie genau doch die Verhaltensweisen der Wölfe erwähnt wurden. Ein interessanter Ausklang nach diesen Tag mit Ideen und Fragen, wie sich der Mensch in der Wildnis verhalten würde und könnte.

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Bislang bringe ich euch ein paar Bilder vom Schneewald Fontainebleau mit und bin gespannt auf die winterlichen Abenteuer, die ich momentan in den Chroniken aus Ravan schreibe. Gut Ding will Weile haben und die Geschichte wächst langsam, aber sicher wie ein Baum.

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Wer die Fotos, die meine Töchter geschossen haben, auf Instagram anschauen möchte, kann gerne unter @izumi_lilou und @samsamescriva nachsehen. 🙂

Diese Diashow benötigt JavaScript.

 

Zum vierten Kapitel

 

Wie ihr vielleicht schon bemerkt habt, nehme ich mir hin und wieder die Zeit, um ein einladendes Bild für einen neuen Kapitelanfang zu gestalten. Mit dem Zeichnen von eigenen Illustrationen ist es noch etwas weit hin, ich konzentriere mich vorläufig auf das Schreiben und das Buch wächst langsam, aber stetig wie ein Baum. Ich bin schon am Ende des 11. Kapitels angekommen und erstelle mir das folgende. Was die Bilder anbetrifft, stehe ich noch etwas zurück. Hier eines für das vierte Kapitel:

Verzweifelte Schreie verlieren sich in derWildnis der Nacht. Allein die Tapferkeit deiner Vorfahren wird dir

Die Chroniken aus Ravan

Willkommen 2018

Happy NEw Year 2018

Da ist es wieder – ein neues Jahr! Ich wünsche all meinen Lesern einen guten Start in das neue Jahr, Gesundheit und Glück für eure Projekte und Ziele! Alles andere wird sich zeigen! Wer über Gesundheit und Glück verfügt, kann daraus nur das Beste machen!
Das vergangene Jahr war ein Jahr des Verheilens und des Reparierens. Jetzt bemühe ich mich, ein paar zusammenhängende Zeilen für den Blog meiner Chroniken zu schreiben und muss insgeheim darüber lachen, wie schwer es mir manchmal fällt, zu meinem Schreibhandwerk zurück zu finden. Es ist ja nicht so, als würde ich tatenlos sein, wenn ich nicht an den Chroniken arbeite. Ganz im Gegenteil! Ich habe es mir zum Beispiel in den Kopf gesetzt, auf meinem französischen Blog einen E-shop aufzubauen, auf dem ich einen Teil meiner gesammelten Steine zum Verkauf anbiete. Und weil ich es gerne habe, wenn alles schön aussieht, ist das mit allerhand Mühe verbunden. Das Lernen und Studieren der Kristalle und Steine hat einen sehr positiven Einfluss in mein Leben und ich fühle mich sehr mit den Elementen der Erde verbunden.
Manchmal kommt es mir vor, als sei ich einfach ein merkwürdiger Mensch aus einer anderen Zeit. Da geht man seinen alltäglichen Verpflichtungen nach und versucht, dazu zu lernen und schaut sich um. Wie zum Beispiel gestern vor der roten Ampel, vor der Madeleine auf der rue Royale in Paris auf meinem Weg zur Arbeit. Ich dachte mir, nun bin ich hier auf dieser Erde, wie alle anderen auch, habe nicht darum gebeten, geboren zu werden und versuche, daraus mein Bestes zu machen. Allerdings fühlt es sich so an, dass man einfach nur da ist und als Mensch irgendwie vergessen wurde. Dieses Gefühl ist nicht traurig, sondern eher befreiend. Menschen hat es schon zu anderen Zeiten gegeben und sie haben gelebt. Sich an alte Geschichten von vergangenen Momenten zu erinnern, ohne dass jemand davon berichten konnte, erscheint unglaublich. Doch wie war es wohl gewesen, als die unseren in diesen Landen lebten, ohne Komfort, Elektrizität, künstlichen Licht, und sie den Elementen ausgesetzt waren. Wenn sie ihre Vorräte für den Winter und für ihren Clan gesorgt hatten, galt es, die kalte Jahreszeit zu überleben. Die langen, dunklen Nächte, die dichten grauen Wolkenhimmel, die Ungewissheit, ob nicht eines Tage Fremdling in ihr Land einfallen würden und ihren Frieden stören, so lebten wir einst und jeder Tag war ein Geschenk. Wer konnte schon Zukunftspläne schmieden, so wie es heute von uns erwartet wird? Im Grunde sind wir gar nicht dafür geschaffen, wo unsere Vorfahren über Generationen von einen Monat in den nächsten überlebten.

Also lasse ich mir Zeit mit meinen Geschichten! Sie leben und lieben in meinem Kopf und manchmal gelingt es mir, das alles aufzuschreiben.
Auf meinen Wegen in der Metro lese ich Bücher von Schriftstellern die es geschafft haben, für ihre Texte bezahlt zu werden und frage mich manchmal, warum sie die eine oder andere Idee nicht zu Ende gedacht haben, oder eine komplette Geschichte mit einem Detail unglaubwürdig haben werden lassen? Aber das spielt eigentlich keine Rolle, denn Namen verkaufen sich besser als die Geschichten, die damit geschrieben wurden. Wie sagt man doch so schön: Papier ist geduldig. Und Bücher sind angenehme Reisebegleiter.

In diesem Sinne, ein gutes neues Jahr, lasst es euch gut gehen und vor allem, lasst euch nicht unterkriegen.

Was von den Chroniken aus Ravan schon lesbar ist, steht hier :

Oder auf Watpad !

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Kristalle und Hexenmeister

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Heute möchte ich mal vom alltäglichen Leben schreiben, wie das so abläuft, wenn man eine lange Geschichte wie die Chroniken aus Ravan schreibt. Persönlich geht es mir nämlich so, dass ich mich für viele wirklich unterschiedliche Bereiche interessiere und manchmal passen meine verschiedenen Interessengebiete sogar mit meinen Projekten zusammenpassen. Ich denke, wenn man sich für ein Buch wie die Chroniken aus Ravan engagiert, braucht man Momente, in denen man regelrecht aufatmen kann. Mir gefällt es gut, zum Beispiel für einen anderen Blog zu schreiben, auf dem ich nur über leichte und angenehme Dinge schreibe. Das entspannt und dann kann ich wieder meine Ideen für die Abenteuer von meinen Protagonisten sammeln.

Zum Beispiel interessiere ich mich sehr für Kristalle, Mineralien und Steine, wo sie herkommen und welche Auswirkungen man ihnen nachsagt. Das ist ein Thema, in dem man nie genug dazulernen kann und das gibt dann auch wieder Ideen für die Geschichte.

Das neuste Kapitel ist zum Beispiel ganz anders geworden als ich es mir zunächst vorgestellt hatte. Ich habe ihm sogar einen neuen Namen geben müssen, denn beim Schreiben kam es mir unmöglich vor, dass eine Reise auf Pferderücken im Herbst durch ein Gebirge alles andere als ungefährlich sein kann. Jedenfalls konnte ich diese Tatsache nicht in ein paar Sätzen abhandeln. Wir leben gemütlich in unseren geheizten Wohnungen und können uns nur schwer vorstellen, was es bedeutet, den Elementen der Natur ausgesetzt zu sein.
Beim Schreiben hatte ich mir zwei Bergkristalle auf den Tisch gelegt und mich gefragt, wie fühlt es sich wohl, wenn man diese Geschenke der Natur findet? Und so entstand ein wichtiger Teil des neuen Kapitels. Ein Punkt, der mir später auch eine gute Brücke zur nächsten Neuerscheinung in der Geschichte geben wird. Denn im neunten Kapitel habe ich mir erlaubt einen neuen Protagonisten einfallen zu lassen. Ich habe einige Tage gebraucht, bevor ich mich entschieden habe, diese Person auszuarbeiten. Es handelt sich um den reisenden Hexenmeister Ewellent, dessen Geschichte sich im Buch nach und nach offenbaren wird. Zunächst hatte ich keinen genauen Plan für diese neue Figur, ich hatte einfach Lust, diesen Helden mit einzubringen. Ehrlich gestanden fand die Idee ihren Ursprung aus dem Videospiel „The Witcher“. Auch wenn ich selbst noch nie die Gelegenheit hatte, das Spiel auszuprobieren und selbst überhaupt keine Zeit dafür habe, bin ich begeistert von den Bildern und Grafiken. Nun gut, ich wollte einfach einen kriegerischen Hexenmeister aufleben lassen, weit entfernt von den althergebrachten Ideen klappriger, alter Männer, sondern ein Jemand, der mit seiner physischen Erscheinung spielt und dieselbe zielbewusst einsetzt.
Jetzt bin ich selbst gespannt, welche Abenteuer mir noch einfallen werden.

Bergkristall 2