Wie gemein wir doch sind …

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Ich hatte gerade Lust, ein paar Zeilen über die Entstehung eines neuen Protagonisten in den Chroniken von Ravan zu schreiben. Mit ist nämlich dabei aufgefallen, wie gemein wir doch im Grunde sind. Ich lasse mir da einen jungen Ritter einfallen, dem eine Mission von größter Wichtigkeit anvertraut wird. Er wird auf seinen jungen Schultern im Laufe der Geschichte eine mächtige Verantwortung tragen. Jedenfalls habe ich mir gedacht, dass es Gründe für sein melancholisches Verhalten in den späteren Jahren geben muss.

Um den guten Mann so richtig aufleben zu lassen, habe ich mir seine Geschichte wie folgt ausgedacht: man nehme einen großgewachsenen Erstgeborenen aus einer wohlhabenden Familie, der Stolz seines Vaters, mutig und mit einem reinen Herzen überlebt er den entsetzlichen Krieg und steht hoch in der Achtung seines Königs. Zu allem Überfluss ist dieses Abbild von männlicher Perfektion mit einer jungen tugendhaften Frau verlobt, die schön wie ein Frühlingsmorgen ist und nie einen falschen Gedanken hegt. Nur ein einziges Mal sind die beiden gegenseitig ihren unwiderstehlichen Scharm verfallen und haben das Verbot der körperlichen Liebe vor ihrer Heirat übertreten.

Nun ist der Krieg vorüber und der gute Held könnte seine Geliebte heiraten, wenn das Schicksal und vor allem der Willen seines Königs es nicht anders für ihn entscheide

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Der begnadete Künstler diese Bildes findet ihr unter dem Link im Bild direkt auf seine Künstlerseite !

Herz, Schmerz und im Grunde eine gesunde Portion von Schadenfreude gegenüber solch perfekten Wesen, denen das Leben regelrecht zulacht und denen alle Türen offenstehen, lassen uns liebend gerne mit solchen Helden mitleiden und lieben.

Wer sich schon mal ins Lesevergnügen stürzen möchte, ist herzlich willkommen!

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Neumond

 

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Heute habe ich endlich die nötige Zeit gefunden, das vierte Kapitel zu Ende zu schreiben. Die vergangenen Monate waren für mich sehr aufreibend, weil ich einen neuen Posten an meiner Arbeit angenommen habe. Doch ich schaffe es trotz allem, an den Chroniken weiterzuschreiben. Spannend ist es immer, wenn ein Abschnitt der Geschichte einen unerwarteten Verlauf annimmt, oder ein Protagonist einen Charakterzug entwickelt, an den man vorher nicht unbedingt gedacht hat.

Kurz vor dem letzten Neumond habe ich den Teil des vierten Kapitels geschrieben, in dem Cethis sich ihrem ersten ernsthaften Feind stellen muss.

Der Mond übt zweifelsohne eine bedeutende Kraft auf uns aus. Es erschien mir so, als sei es sehr wichtig, diesen Teil vor dem Neumond zu schreiben, damit ich mich anschließend einem neuen Abschnitt zuwenden kann. Dass es dabei so blutig abläuft, konnte ich beim besten Willen nicht voraussehen. Nun will ich der Geschichte natürlich nicht zu viel vorwegnehmen. Aber ich denke, dass es wichtig ist, unsere wahre Natur besonders in unbestimmten Zeiten einfach zu erkennen. Die Geschichte in Europa hat uns gezeigt, was für Kriege und Fehden wir haben durchstehen müssen, um das zu werden, was wir heute sind. Ich versuche das so zu sehen, wie es nun mal ist, ohne zu bewerten. Vielleicht ist das eine Möglichkeit, eigene Freiheit zu finden.

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Spontan hatte ich Lust, diese Gedanken mit der Mondkarte aus dem Rider Waite Tarot Deck auf meinem Instagram zu illustrieren. Dieses Tarot begeistert mich bereits seit Jahren. Die Künstlerin Pamela Colman Smith hat es geschafft, Karten zu illustrieren, die einem regelrecht ansprechen, wenn man sich mit seinen privaten Fragen auseinandersetzt.

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Nun befinden wir uns tatsächlich in einem neuen Jahr, einem neuen Abschnitt und ich bin davon überzeugt, dass alles Vergangene dazu bestimmt war, uns auf das neue vorzubereiten, was jetzt kommen wird.

Zum Lesen auf BookRix oder Wattpad !