Gärten im Sommerende

Im Garten 4

Ich sitze gerade vor meinem nächsten Kapitel (das neunte des ersten Buches um genau zu sein) und male mir aus, was genau in den Menschen vorgeht, wenn sich der Sommer zu Ende neigt. Meistens erlauben wir uns zu diesem Zeitpunkt des Jahres überhaupt kaum Momente, um zu beobachten, was passiert. Viele sind direkt nach ihren Ferien in das Berufsleben zurück gestolpert. Das Beobachten der Natur überlassen sie lieber anderen. Doch der Natur ist herzlich egal, was wir denken, sie funktioniert im Einklang mit dem, was das Universum verlangt. Nun ja, unsere Erde dreht nun mal ihre Runden im Universum, es handelt sich hierbei überhaupt nicht um abgehobene Gedanken.

Im Garten 1

Mich fasziniert es einfach zu beobachten, wie eine kleine Pflanze es versteht, sich ihrer Umgebung anzupassen. Sie wächst da, wo sie nun mal Wurzeln geschlagen hat und macht das Beste aus dem, was ihr zur Verfügung steht.

Im Garten 2

Wie ist das nun in Gärten? Denn dort wurden Pflanzen von Menschenhand hingesetzt und gepflegt. Ein Gärtner, der seine Mühe belohnt haben möchte, muss sich den Verlauf der Sonne anschauen, die Erde überwachen, damit sie nicht zu nass oder zu trocken ist. In Gärten spielen plötzlich ganz andere Faktoren eine wichtige Rolle wie woanders. In Gärten verläuft die Zeit anders. Besonders wenn der Sommer sich dem Ende zuneigt, so wie es momentan gerade der Fall ist. Noch ein Tag vor der Herbstsonnenwende, von da an nehmen die Nächte Überhand. Merkwürdigerweise fühle ich mich in dieser Zeit besonders ausgeglichen. Und so trifft es sich auch gerade, dass in den Chroniken von Ravan ein Moment eintritt, in dem sich die Protagonisten ausruhen. Wie fühlt es sich, wenn man unglaubliche Abenteuer überstanden hat und plötzlich zur Ruhe kommt? Ich denke, Gärten haben in solchen Momenten eine wichtige Rolle zu spielen. Mir ist es selbst so gegangen, dass ich mich an Orten aufgehalten habe, wo es wirklich hektisch und stressig zuging, wo Macht ausgeübt wurde, Menschen ihre Stellung beweisen wollten, doch plötzlich ist da ein Garten, eine Tür, die man aufschieben kann und man fühlt sich geborgen. Man weiß, dass man nicht außer Gefahr ist, doch man kann neue Kraft für die bevorstehenden Kämpfe schöpfen. Wahrscheinlich ist das ein Grund, über den man selten nachdenkt, wenn man über Gärten spricht. Doch es ist ein nicht unwichtiger Grund – wer weiß wie viele Gärten existieren, allein weil ein Krieger entschieden hat, dass er sich dort hin und wieder verkriechen will, um neue Kraft zu schöpfen.

Im Garten 3

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