Winterwald in Fontainebleau

Winterspaziergang1

Ich kann mir gut vorstellen, dass einige Eltern von Jugendlichen das Problem kennen, wie man die jungen Leute an die frische Luft bekommt. Meine Mädchen sind immer sehr beschäftigt, sie zeichnen gerne und sind mit fantastischen Rollenspielen beschäftigt, wenn es nicht die Schule ist, die viel von ihnen verlangt.

Winterspaziergang

Doch in den vergangenen Tagen hatten wir das Glück, in Fontainebleau mal wieder einen richtigen Winter mit Schnee zu erleben. Hier in dieser Region bedeutet das Stillstand, denn die Züge fahren nur noch selten, die Schule macht zu, weil die Busse nicht fahren und die Autos bleiben die Nacht über im Stau auf der Autobahn stecken. Also sind wir zu Hause geblieben. Ich hatte überhaupt keine Lust, meine frisch verheilenden Füße klimatisch bedingten Unannehmlichkeiten auszusetzen, oder bis zum nächsten Bahnhof kilometerweit laufen zu müssen und vielleicht sogar im Zug stecken zu bleiben und gar nicht erst nach Hause zurück zu kommen. Also warten wir ruhig ab, bis sich die Situation wieder legt und die Leute hier der Situation her werden. Das schafft hier keiner, denn kaum ein Auto ist mit Winterreifen ausgerüstet und motorisierte Schneeschieber, die vor dem Berufsverkehr Schnee räumen, gibt es hier nicht.

Winterspaziergang2

So habe ich die vergangenen Tage mit meinen Töchtern zu Hause verbracht, es sogar geschafft an den Chroniken aus Ravan weiterzuschreiben und wir hatten endlich mal wieder Sonnenschein. Die Fotos mit der Wintersonne sollte man einrahmen, denn hierzulande hatten wir seit Monaten keinen klaren Himmel. Augen zu und durch, es bleibt uns nichts anderes übrig. Was mich allerdings sehr berührt ist die Reaktion meiner fünfzehn Jahre jungen Mädchen (Zwillinge), wenn ich ihnen vorschlage, in den Wald zu fahren, um dort spazieren zu gehen und Fotos zu machen. Diesen Virus habe ich ihnen offensichtlich vererbt. Da freuen sie sich und lassen sich von der Magie der Natur einnehmen. Wir unterhalten uns beim Fotografieren über Naturgeister, Beobachtungen, Tropfen, merkwürdigen Formen und wie es wohl früher war, als es noch keine Heizung und elektrisches Licht gab. Wie wohl die Menschen damals lebten. Diese Gedankenspiele machen wir gerne, so kann man sich sofort vorstellen, wie die Menschen gezwungen waren, die Natur zu respektieren und warum sie einfach den Wandel der Jahreszeiten hinnahmen und mit heiligen Festen ehrten. Jeder Monat war ein neuer Sieg.

Winterspaziergang3

Den Tag mit unserem Spaziergang im Schneewald haben wir mit einem leckeren Käsefondue und einem Film in unserem kleinen Familienkreis beendet. Mein Mann, meine Töchter und ich haben uns den Film „The Grey – unter Wölfen“ angeschaut. Meine Töchter kannten den noch nicht und sie waren begeistert, wie genau doch die Verhaltensweisen der Wölfe erwähnt wurden. Ein interessanter Ausklang nach diesen Tag mit Ideen und Fragen, wie sich der Mensch in der Wildnis verhalten würde und könnte.

Winterspaziergang4

Bislang bringe ich euch ein paar Bilder vom Schneewald Fontainebleau mit und bin gespannt auf die winterlichen Abenteuer, die ich momentan in den Chroniken aus Ravan schreibe. Gut Ding will Weile haben und die Geschichte wächst langsam, aber sicher wie ein Baum.

Winterspaziergang5

Wer die Fotos, die meine Töchter geschossen haben, auf Instagram anschauen möchte, kann gerne unter @izumi_lilou und @samsamescriva nachsehen. 🙂

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