Testleser für « Die Chroniken aus Ravan I »

Die Chroniken aus Ravan I zum Testlesen 1

Es ist mir durchaus klar, dass es taktisch gesehen nicht sehr klug ist, Bücher in deutscher Sprache zu schreiben, wenn man in Frankreich lebt. Aber vorläufig gibt es eine erste Form vom ersten Band. Mit war es wichtig, das Buch als solches in den Händen halten zu können. Einige Jahre zuvor hatte ich so ein paar Erfahrungen mit Kleinverlegern gemacht und war leider immer etwas von der Qualität und dem winzigen Umfang der Werke gewesen. Bei meinem Aufenthalt auf einer Leipziger Buchmesse zum Beispiel war mir sofort klar, wo ernsthaft Bücher gemacht wurden, und wo nur so getan wurde als ob. Daher mein Entschluss, im Alleingang an meinen Geschichten zu schreiben.
Im Moment begleitet mich das erste gedruckte Buch der Chroniken fast überall mithin, besonders dann, wenn ich weiterschreibe, oder an meinen Recherchen arbeite. Ich weiß, dass es noch lange nicht so ist, wie es einmal sein soll, aber ich kann es anfassen und die Seiten zufällig aufschlagen, ein paar Zeilen lesen und mir sagen, dass es doch klappt, dass die Geschichte funktioniert. Eine Geschichte, die ich gerne lesen würde …
Daher habe ich den Entschluss gefasst, schon mal ein paar Worte auf meinem Blog darüber zu verlieren. Es könnte ja sein, dass sich ein ernsthafter Testleser finden mag, dem ich gerne ein Exemplar zusenden würde. (So frei nach dem „Message in the bottle“ Verfahren)
Wer also mag, kann mich gerne anschreiben, vielleicht gibt es auf diese Weise schon mal jemand mehr, der sich für dieses Leseabenteuer begeistert. Das Papier fühlt sich toll an und die Schrift ist auch nicht zu klein, eher angenehm zu lesen.

Es gibt auch eine Leseprobe online :

Die Chroniken aus Ravan

Die Chroniken aus Ravan I zum Testlesen

Bücher

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« Die Seiten der Welt » von Kai Meyer

Die Seiten der Welt - Kai Meyer

Hallo liebe Leser ! Heute habe ich mich dazu entschieden, ein paar Zeilen über ein von mir gelesenes Buch zu schreiben und hier zu teilen. Ich lese sehr viel französische Texte und Bücher, es ist eher selten, dass ich mich einem deutschen Buch zuwende. Aber Ausnahmen bestätigen die Regel.
Meine persönliche Geschichte mit dem Buch „Die Seiten der Welt“ von Kai Meyer ist etwas anders als einfach nur ein Kauf im Buchladen oder im Internet.

Zunächst ein paar Worte zum Inhalt des Buches:

Ein fünfzehn Jahre junges Mädchen lebt mit ihrem Vater und ihrem jüngeren Bruder abgeschieden von der normalen Welt in einem Reich der Bücher. Sie lernt über die Magie der Bücher und sehnt sich danach, sobald wie möglich, zu ihrem Seelenbuch zu finden, um selbst unglaubliche Abenteuer und Recherchen wie ihr mächtiger Vater zu erleben. Dabei wird ihr bald bewusst, dass sie sich in einem unglaublichen Abenteuer verstrickt befindet. Ein Abenteuer, in dem sich die Grenzen der Wirklichkeit, der Vergangenheit und Zukunft verschieben, sie mit unglaublichen Wesen Kontakt aufnimmt und bald nicht nur um ihre eigenes Überleben kämpfen muss, sondern die Existenz einer gesamten Welt von ihren Entscheidungen abhängt.

Kai Meyer nimmt uns in ein unglaubliches Abenteuer mit, in dem jedes Detail letzten Endes seine Bedeutung hat und was ich persönlich besonders interessant fand, ist seine Fähigkeit, Handlungsstränge interessant miteinander zu verflechten. Alle Geheimnisse finden ihre Erklärung früher oder später im Verlauf dieses fantastischen Abenteuers.

Ich habe mir dieses Buch vor etwa drei Jahren auf der Leipziger Buchmesse gekauft. Ein sehr intensiver Moment. Ich hatte mir damals ein Ziel gesetzt und zwar, vor meinem vierzigsten Geburtstag als Schriftsteller auf eine große Büchermesse eingeladen zu werden. Die vier Tage, die ich dort verbracht habe, waren voll von Erfahrungen, die ich um nichts missen möchte. Ich hatte die Möglichkeit, Leute zu treffen, die ich sonst durch Verbindungen im Internet kannte. Ein paar meiner Geschichten und sogar zwei kurze Romane waren von kleinen Verlegern veröffentlicht worden und ich hatte ein paar Tage frei gemacht, weil mein damaliger Verleger mich auf die Messe einlud. Ich befand mich auf einem Stand zwischen all den anderen Kleinverlegern, viele kannten einander, es wurden Mails und Visitenkarten getauscht und ich war von den Menschenmengen beeindruckt, die sich durch die Gänge schoben, um sich die Bücher anzuschauen, zu kaufen. Solche Messen sind wirklich ein Ereignis.
Kai Meyer war für mich zu diesem Zeitpunkt kein Begriff, aber ich fand das gepflegte Outfit des Buches sehr interessant und dachte mir, warum nicht ein neues Leseabenteuer versuchen. Ich beobachtete, wie die neuen, aber bereits anerkannten Autoren miteinander diskutierten. Für sie gab es ein abgegrenztes Café und ich musste mich daran erinnern, dass in Deutschland nicht dieselben Regeln gelten wie in Frankreich. In Deutschland bringt es absolut nichts, charmant und nett zu sein, um irgendwo eingeladen zu werden. Jede und jeder soll gefälligst seinen Platz bezahlen. Ich erinnere mich …
Immerhin hat der gute Kai mir das gekaufte Buch signiert – ich hatte es doch gekauft und das Signieren gehört für einen Autor zum Mindestprogramm des guten Tons. Diese Tätigkeit soll sogar sehr anstrengend sein, wenn die Leser stundenlang Schlange stehen und ein Buch nach dem anderen unterschrieben wird, mit einer persönlichen Note und obendrein einem Foto zur Erinnerung …
(Wie gesagt, in Frankreich, besonders in Paris habe ich oft die Erfahrung gemacht, dass es für mich einfach ist, mit einem gepflegten Make-up und einem gewinnenden Lächeln nahezu überall reinzukommen. Doch in meinem Heimatland ist das anders. Wenn man auf die Frage „Wer sind sie?“ nicht klipp und klar antworten kann, dass man jemand ist, der eine gewisse Bedeutung hat, wird man nicht reingelassen – Punkt.)
Aber im Grunde ändert das nicht viel.
Ich habe nach all dieser Zeit endlich Momente gefunden, dieses Buch zu lesen. Ich wollte diesen Band nicht beschädigen, denn ich lese nun mal viel in der Metro und im Zug auf meinen täglichen Pendelfahrten zur Arbeit. In der Tat haben sich allerhand Buchstaben vom schönen Umschlag im Laufe der Zeit abgerieben, was nicht geschehen wäre, wenn ich das Buch ausschließlich zu Hause gemütlich mit Tee gelesen hätte. Doch solche Momente sind zu selten. Wenn ich nur unter idealen Umständen lesen oder schreiben würde, käme dabei nicht viel heraus.
Merkwürdigerweise war es schwieriger als erwartet, dieses Buch zu lesen. Vielleicht hängt es damit zusammen, dass ich sehr viel auf Französisch lese. Aber ich habe es geschafft. Die Sprache in diesem Werk ist sehr bildlich und kommt mir so perfekt vor, wie jemand, der das gewissenhaft studiert hat. Genau diese Verbindungen, die mir absolut fehlen. Die Kunst, Handlungsstränge auszuarbeiten und ineinander zu verflechten, finde ich ausgesprochen gelungen. Und vor allem war ich froh darüber, dass ich noch immer in der Lage bin, dieses Lesegefühl zu erlangen, wie damals als ich als Kind meine Bücher aus der Stadtbücherei holte und mich regelrecht in meinen Lesestoff vertiefte.

Nun gut, ich habe überhaupt keine Beziehungen zu irgendwelchen Menschen, die sich für neue Geschichten interessieren oder in dieser für mich völlig undurchsichtigen Welt der Verlage, Hochschulen, Universitäten, Künstlern undsoweiter Verbindungen haben. Ehrlich gesagt habe ich versucht, mich dafür zu interessieren, daran teilzuhaben, zu kommunizieren, um zu lernen und bemerkt zu werden. Nach einigen Jahren ist mir aufgefallen, wieviel Zeit für das Networking drauf geht und mir persönlich gar nichts bringt. Was kann ich als unbekannte Schreiberin anderen schon bringen? Also habe ich das alles fallengelassen und entschieden, mich ausschließlich auf meine Geschichten und mein Leben zu konzentrieren. Ich bin mein eigener Sponsor und ein Vollzeitjob ist zeitraubend. Den brauche ich aber, um meine Familie und mich zu unterhalten. Den Rest der Zeit teile ich mir so ein, dass es mir hauptsächlich was bringt. Und Schritt für Schritt habe ich sie wiedergefunden, die Magie des Lesens und des Schreibens, das Gefühl, in fantastische Welten abzutauchen, die uns der menschlichen Essenz näherbringen. Denn diese Geschichten arbeiten unsere Erfahrungen, Sehnsüchte und Urängste aus. In diesen Geschichten kann man zurück zum Mut finden, den ein Mensch braucht, um in seiner Welt zu überleben. Diese Geschichten sind ein Aufbegehren gegen die Tatsache, einfach nur einem System zu dienen, in das man reingeboren wurde, in dem man nur eine Nummer ist, die etwas einbringen muss, um rentabel zu sein. Unsere Vielzahl scheint nur in Form von Verträgen existieren zu können. Doch unsere Vorfahren lebten anders auf dieser Welt und ich finde es wichtig, sich daran zu erinnern, um sich selbst besser zu verstehen. Viele von uns haben das Gefühl, nicht in das System zu passen und erdulden es schwer mit Stress und gesellschaftlichen Druck, doch im Grunde ist das System einfach nur unmenschlich. Allerdings ist es sinnlos, unser momentanes Zusammenleben verteufeln zu wollen. Wer hat schon wirklich Lust darauf, in absoluter Ungewissheit zu leben, kalten Wintern ausgesetzt zu sein, seine Kinder sterben zu sehen, selbst tödlichen Gefahren ausgesetzt zu sein? Ein System, dass uns ein Überleben in einem relativen Komfort ermöglicht, den Preis, den wir dafür bezahlen müssen, kennen wir – Unfreiheit.

Nun denn, soweit der Stand der Dinge. Ich finde das Buch „Die Seiten der Welt“ sehr gut und schön. Soll es zwischen meinen anderen Büchern im Regal darauf warten, wenn ich mal ein weiteres Werk von Kai Meyer lese. In der Zwischenzeit werde ich weiter in meine Chroniken aus Ravan abtauchen.

Durlundin – Götter und Sagen der Chroniken aus Ravan

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Mir ist aufgefallen, wie schwer es mir fällt, mich in Bücher aus dem Genre „High Fantasy“ zu vertiefen. Aus irgendwelchen Gründen auch immer wird das Schreiben von solchen Geschichten leider oft sehr auf die leichte Schulter genommen. Schon beim Lesen der ersten Zeilen fällt einem auf, wenn es einer Geschichte an Tiefe fehlt. Natürlich gibt es glücklicherweise einige Perlen, und das wäre ein überaus interessantes Thema für meinen Blog. In der Tat sollte ich hin und wieder mal über meine Lieblingsautoren und Bücher hier reden. Nicht dass ich meine Schreiberei mit diesen Arbeiten gleichsetzen möchte – davon kann nicht die Rede sein.
Es ist nur einfach so, dass ich es gerne mag, wenn man etwas komplett durchdenkt und ausarbeitet. Für mich persönlich spielt es überhaupt keine Rolle, wie lange ich brauche, um eine Geschichte aufzuschreiben. Wahrscheinlich wird sie nie zu einem Ende finden, denn vor jeder Geschichte, gibt es andere Begebenheiten, die ihre Wichtigkeit haben. Auf die Schnelle ein Buch schreiben, weil man sich ein Ziel gesetzt hat und das auf Biegen und Brechen erreichen möchte, ist durchaus machbar, habe ich auch schon ausprobieren können und ich bin dankbar für diese Erfahrung. Allerdings hat dieser Kraftaufwand nicht mehr viel mit der eigentlichen Idee meiner Geschichte zu tun. In den Chroniken aus Ravan ist die Rede von einer Welt, die es hätte geben können, in der wir vielleicht unsere ursprünglichen Instinkte wiederfinden. Eine Welt, in der man mit Naturkräften, Magie und menschlichen Feinden konfrontiert war und niemand wusste, wie ein Mensch den nächsten Monat überleben mochte.
Doch unsere Vorfahren haben es geschafft und haben in solchen Epochen gelebt.

Jedenfalls ist es für mich wichtig, mich den Gottheiten der Leute aus der Geschichte der Chroniken zu widmen. Ich empfinde es unvollständig, wenn Gottheiten oder Legenden einfach nur erwähnt werden, aber nirgendwo deren eigentliche Geschichte erwähnt wird. Damit es überhaupt dazu kommen kann, muss man sich erst einmal darüber im Klaren sein, was genau jene Legende oder Gottheit erlebt und vollbracht hat.

Ich empfinde es sehr interessant, sich in Urzeiten zu vertiefen und Wesen vorzustellen, die in Momenten vor der Menschheit gelebt haben, eng verbunden mit den ursprünglichen Elementen der Natur und des Universums und dennoch belebt von den ersten menschlichen Gefühlen, Wut, Neid, Sehnsucht, Instinkte, aus denen unsereins geworden ist.

So habe ich angefangen, die Geschichten der ursprünglichen Götter aus der Welt der Chroniken aus Ravan aufzuschreiben.

Durlundin

Oder auch auf Wattpad zu lesen !

Zum vierten Kapitel

 

Wie ihr vielleicht schon bemerkt habt, nehme ich mir hin und wieder die Zeit, um ein einladendes Bild für einen neuen Kapitelanfang zu gestalten. Mit dem Zeichnen von eigenen Illustrationen ist es noch etwas weit hin, ich konzentriere mich vorläufig auf das Schreiben und das Buch wächst langsam, aber stetig wie ein Baum. Ich bin schon am Ende des 11. Kapitels angekommen und erstelle mir das folgende. Was die Bilder anbetrifft, stehe ich noch etwas zurück. Hier eines für das vierte Kapitel:

Verzweifelte Schreie verlieren sich in derWildnis der Nacht. Allein die Tapferkeit deiner Vorfahren wird dir

Die Chroniken aus Ravan

Kristalle und Hexenmeister

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Heute möchte ich mal vom alltäglichen Leben schreiben, wie das so abläuft, wenn man eine lange Geschichte wie die Chroniken aus Ravan schreibt. Persönlich geht es mir nämlich so, dass ich mich für viele wirklich unterschiedliche Bereiche interessiere und manchmal passen meine verschiedenen Interessengebiete sogar mit meinen Projekten zusammenpassen. Ich denke, wenn man sich für ein Buch wie die Chroniken aus Ravan engagiert, braucht man Momente, in denen man regelrecht aufatmen kann. Mir gefällt es gut, zum Beispiel für einen anderen Blog zu schreiben, auf dem ich nur über leichte und angenehme Dinge schreibe. Das entspannt und dann kann ich wieder meine Ideen für die Abenteuer von meinen Protagonisten sammeln.

Zum Beispiel interessiere ich mich sehr für Kristalle, Mineralien und Steine, wo sie herkommen und welche Auswirkungen man ihnen nachsagt. Das ist ein Thema, in dem man nie genug dazulernen kann und das gibt dann auch wieder Ideen für die Geschichte.

Das neuste Kapitel ist zum Beispiel ganz anders geworden als ich es mir zunächst vorgestellt hatte. Ich habe ihm sogar einen neuen Namen geben müssen, denn beim Schreiben kam es mir unmöglich vor, dass eine Reise auf Pferderücken im Herbst durch ein Gebirge alles andere als ungefährlich sein kann. Jedenfalls konnte ich diese Tatsache nicht in ein paar Sätzen abhandeln. Wir leben gemütlich in unseren geheizten Wohnungen und können uns nur schwer vorstellen, was es bedeutet, den Elementen der Natur ausgesetzt zu sein.
Beim Schreiben hatte ich mir zwei Bergkristalle auf den Tisch gelegt und mich gefragt, wie fühlt es sich wohl, wenn man diese Geschenke der Natur findet? Und so entstand ein wichtiger Teil des neuen Kapitels. Ein Punkt, der mir später auch eine gute Brücke zur nächsten Neuerscheinung in der Geschichte geben wird. Denn im neunten Kapitel habe ich mir erlaubt einen neuen Protagonisten einfallen zu lassen. Ich habe einige Tage gebraucht, bevor ich mich entschieden habe, diese Person auszuarbeiten. Es handelt sich um den reisenden Hexenmeister Ewellent, dessen Geschichte sich im Buch nach und nach offenbaren wird. Zunächst hatte ich keinen genauen Plan für diese neue Figur, ich hatte einfach Lust, diesen Helden mit einzubringen. Ehrlich gestanden fand die Idee ihren Ursprung aus dem Videospiel „The Witcher“. Auch wenn ich selbst noch nie die Gelegenheit hatte, das Spiel auszuprobieren und selbst überhaupt keine Zeit dafür habe, bin ich begeistert von den Bildern und Grafiken. Nun gut, ich wollte einfach einen kriegerischen Hexenmeister aufleben lassen, weit entfernt von den althergebrachten Ideen klappriger, alter Männer, sondern ein Jemand, der mit seiner physischen Erscheinung spielt und dieselbe zielbewusst einsetzt.
Jetzt bin ich selbst gespannt, welche Abenteuer mir noch einfallen werden.

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Gärten im Sommerende

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Ich sitze gerade vor meinem nächsten Kapitel (das neunte des ersten Buches um genau zu sein) und male mir aus, was genau in den Menschen vorgeht, wenn sich der Sommer zu Ende neigt. Meistens erlauben wir uns zu diesem Zeitpunkt des Jahres überhaupt kaum Momente, um zu beobachten, was passiert. Viele sind direkt nach ihren Ferien in das Berufsleben zurück gestolpert. Das Beobachten der Natur überlassen sie lieber anderen. Doch der Natur ist herzlich egal, was wir denken, sie funktioniert im Einklang mit dem, was das Universum verlangt. Nun ja, unsere Erde dreht nun mal ihre Runden im Universum, es handelt sich hierbei überhaupt nicht um abgehobene Gedanken.

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Mich fasziniert es einfach zu beobachten, wie eine kleine Pflanze es versteht, sich ihrer Umgebung anzupassen. Sie wächst da, wo sie nun mal Wurzeln geschlagen hat und macht das Beste aus dem, was ihr zur Verfügung steht.

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Wie ist das nun in Gärten? Denn dort wurden Pflanzen von Menschenhand hingesetzt und gepflegt. Ein Gärtner, der seine Mühe belohnt haben möchte, muss sich den Verlauf der Sonne anschauen, die Erde überwachen, damit sie nicht zu nass oder zu trocken ist. In Gärten spielen plötzlich ganz andere Faktoren eine wichtige Rolle wie woanders. In Gärten verläuft die Zeit anders. Besonders wenn der Sommer sich dem Ende zuneigt, so wie es momentan gerade der Fall ist. Noch ein Tag vor der Herbstsonnenwende, von da an nehmen die Nächte Überhand. Merkwürdigerweise fühle ich mich in dieser Zeit besonders ausgeglichen. Und so trifft es sich auch gerade, dass in den Chroniken von Ravan ein Moment eintritt, in dem sich die Protagonisten ausruhen. Wie fühlt es sich, wenn man unglaubliche Abenteuer überstanden hat und plötzlich zur Ruhe kommt? Ich denke, Gärten haben in solchen Momenten eine wichtige Rolle zu spielen. Mir ist es selbst so gegangen, dass ich mich an Orten aufgehalten habe, wo es wirklich hektisch und stressig zuging, wo Macht ausgeübt wurde, Menschen ihre Stellung beweisen wollten, doch plötzlich ist da ein Garten, eine Tür, die man aufschieben kann und man fühlt sich geborgen. Man weiß, dass man nicht außer Gefahr ist, doch man kann neue Kraft für die bevorstehenden Kämpfe schöpfen. Wahrscheinlich ist das ein Grund, über den man selten nachdenkt, wenn man über Gärten spricht. Doch es ist ein nicht unwichtiger Grund – wer weiß wie viele Gärten existieren, allein weil ein Krieger entschieden hat, dass er sich dort hin und wieder verkriechen will, um neue Kraft zu schöpfen.

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Wie gemein wir doch sind …

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Ich hatte gerade Lust, ein paar Zeilen über die Entstehung eines neuen Protagonisten in den Chroniken von Ravan zu schreiben. Mit ist nämlich dabei aufgefallen, wie gemein wir doch im Grunde sind. Ich lasse mir da einen jungen Ritter einfallen, dem eine Mission von größter Wichtigkeit anvertraut wird. Er wird auf seinen jungen Schultern im Laufe der Geschichte eine mächtige Verantwortung tragen. Jedenfalls habe ich mir gedacht, dass es Gründe für sein melancholisches Verhalten in den späteren Jahren geben muss.

Um den guten Mann so richtig aufleben zu lassen, habe ich mir seine Geschichte wie folgt ausgedacht: man nehme einen großgewachsenen Erstgeborenen aus einer wohlhabenden Familie, der Stolz seines Vaters, mutig und mit einem reinen Herzen überlebt er den entsetzlichen Krieg und steht hoch in der Achtung seines Königs. Zu allem Überfluss ist dieses Abbild von männlicher Perfektion mit einer jungen tugendhaften Frau verlobt, die schön wie ein Frühlingsmorgen ist und nie einen falschen Gedanken hegt. Nur ein einziges Mal sind die beiden gegenseitig ihren unwiderstehlichen Scharm verfallen und haben das Verbot der körperlichen Liebe vor ihrer Heirat übertreten.

Nun ist der Krieg vorüber und der gute Held könnte seine Geliebte heiraten, wenn das Schicksal und vor allem der Willen seines Königs es nicht anders für ihn entscheide

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Der begnadete Künstler diese Bildes findet ihr unter dem Link im Bild direkt auf seine Künstlerseite !

Herz, Schmerz und im Grunde eine gesunde Portion von Schadenfreude gegenüber solch perfekten Wesen, denen das Leben regelrecht zulacht und denen alle Türen offenstehen, lassen uns liebend gerne mit solchen Helden mitleiden und lieben.

Wer sich schon mal ins Lesevergnügen stürzen möchte, ist herzlich willkommen!

Neumond

 

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Heute habe ich endlich die nötige Zeit gefunden, das vierte Kapitel zu Ende zu schreiben. Die vergangenen Monate waren für mich sehr aufreibend, weil ich einen neuen Posten an meiner Arbeit angenommen habe. Doch ich schaffe es trotz allem, an den Chroniken weiterzuschreiben. Spannend ist es immer, wenn ein Abschnitt der Geschichte einen unerwarteten Verlauf annimmt, oder ein Protagonist einen Charakterzug entwickelt, an den man vorher nicht unbedingt gedacht hat.

Kurz vor dem letzten Neumond habe ich den Teil des vierten Kapitels geschrieben, in dem Cethis sich ihrem ersten ernsthaften Feind stellen muss.

Der Mond übt zweifelsohne eine bedeutende Kraft auf uns aus. Es erschien mir so, als sei es sehr wichtig, diesen Teil vor dem Neumond zu schreiben, damit ich mich anschließend einem neuen Abschnitt zuwenden kann. Dass es dabei so blutig abläuft, konnte ich beim besten Willen nicht voraussehen. Nun will ich der Geschichte natürlich nicht zu viel vorwegnehmen. Aber ich denke, dass es wichtig ist, unsere wahre Natur besonders in unbestimmten Zeiten einfach zu erkennen. Die Geschichte in Europa hat uns gezeigt, was für Kriege und Fehden wir haben durchstehen müssen, um das zu werden, was wir heute sind. Ich versuche das so zu sehen, wie es nun mal ist, ohne zu bewerten. Vielleicht ist das eine Möglichkeit, eigene Freiheit zu finden.

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Spontan hatte ich Lust, diese Gedanken mit der Mondkarte aus dem Rider Waite Tarot Deck auf meinem Instagram zu illustrieren. Dieses Tarot begeistert mich bereits seit Jahren. Die Künstlerin Pamela Colman Smith hat es geschafft, Karten zu illustrieren, die einem regelrecht ansprechen, wenn man sich mit seinen privaten Fragen auseinandersetzt.

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Nun befinden wir uns tatsächlich in einem neuen Jahr, einem neuen Abschnitt und ich bin davon überzeugt, dass alles Vergangene dazu bestimmt war, uns auf das neue vorzubereiten, was jetzt kommen wird.

Zum Lesen auf BookRix oder Wattpad !