Testleser für « Die Chroniken aus Ravan I »

Die Chroniken aus Ravan I zum Testlesen 1

Es ist mir durchaus klar, dass es taktisch gesehen nicht sehr klug ist, Bücher in deutscher Sprache zu schreiben, wenn man in Frankreich lebt. Aber vorläufig gibt es eine erste Form vom ersten Band. Mit war es wichtig, das Buch als solches in den Händen halten zu können. Einige Jahre zuvor hatte ich so ein paar Erfahrungen mit Kleinverlegern gemacht und war leider immer etwas von der Qualität und dem winzigen Umfang der Werke gewesen. Bei meinem Aufenthalt auf einer Leipziger Buchmesse zum Beispiel war mir sofort klar, wo ernsthaft Bücher gemacht wurden, und wo nur so getan wurde als ob. Daher mein Entschluss, im Alleingang an meinen Geschichten zu schreiben.
Im Moment begleitet mich das erste gedruckte Buch der Chroniken fast überall mithin, besonders dann, wenn ich weiterschreibe, oder an meinen Recherchen arbeite. Ich weiß, dass es noch lange nicht so ist, wie es einmal sein soll, aber ich kann es anfassen und die Seiten zufällig aufschlagen, ein paar Zeilen lesen und mir sagen, dass es doch klappt, dass die Geschichte funktioniert. Eine Geschichte, die ich gerne lesen würde …
Daher habe ich den Entschluss gefasst, schon mal ein paar Worte auf meinem Blog darüber zu verlieren. Es könnte ja sein, dass sich ein ernsthafter Testleser finden mag, dem ich gerne ein Exemplar zusenden würde. (So frei nach dem „Message in the bottle“ Verfahren)
Wer also mag, kann mich gerne anschreiben, vielleicht gibt es auf diese Weise schon mal jemand mehr, der sich für dieses Leseabenteuer begeistert. Das Papier fühlt sich toll an und die Schrift ist auch nicht zu klein, eher angenehm zu lesen.

Es gibt auch eine Leseprobe online :

Die Chroniken aus Ravan

Die Chroniken aus Ravan I zum Testlesen

Bücher

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Wie kam ich dazu, Nora Jones zu lesen ?

Der Ruf der Wellen - Nora Roberts

Ich habe dieses Buch gelesen, weil es ein Teil von einem Buchpaket von einer Schülerin meines Lebensgefährten war. Eine Frau, vielleicht fünfzehn Jahre älter als ich, die ihren Umzug vorbereitet und ihre Bücherregale ausmistet. Als leidenschaftliche Leserin habe ich diese Gabe zunächst sehr geschätzt. Sehr interessant war auch, welche Art von Büchern sich in dieser Sammlung befanden. Eine deutsche Frau, die ihr Leben in Frankreich verbracht hat, aber merkwürdigerweise alles Mögliche im deutschen Land besser findet.
Jedenfalls habe ich diese Lektüre begonnen, indem ich mir sagte, es wäre doch mal interessant, etwas zu lesen, was ich mir sonst nicht aussuchen würde. Immerhin hat diese Nora Roberts einen riesigen, internationalen Erfolg. Sie vermischt schöne Menschen mit Abenteuerluft, gewürzt mit Liebe und sogar Sex und etwas Mystik. Das Ganze in einer sehr einfachen Sprache und simplen Form, damit es jeder, oder besser jede verstehen kann. Ich denke, Nora Roberts ist eine Schriftstellerin, die in erster Linie von Frauen gelesen wird. Die Gespräche zwischen den Protagonisten sind auch einfach gehalten und im Grunde entspricht das wohl einer gewissen Realität. Man tut immer so, als wären Menschen unglaublich intelligent, besonders wenn es sich um geschriebene Texte handelt, dabei sind wir nicht einmal in der Lage, Delfine zu verstehen, um nur ein treffendes Beispiel zu nennen.
So gesehen möchte ich diesem Buch keine Kritik ausüben, mir hat es nicht besonders gut gefallen, was seinen Erfolg eher bestätigt. Es ist nicht das erste Mal, dass ich an einem Buch, welches eine allgemeine Anerkennung erlangt, überhaupt nichts finden kann. Es kommt mir sogar manchmal so vor, dass ich nur soviel lese, weil ich ein wirklich gutes Buch suche. Vielleicht besteht dann doch eine Regel: ein gutes Buch wird von einem Schriftsteller geschrieben, der nur für sich schreibt und dem der Rest der Welt eigentlich egal ist, der sich absolut nicht um die Meinungen anderer Menschen kümmert.

Vor diesem Buch habe ich noch ein paar andere Bücher gelesen, die von vielen Leser als toll befunden wurden und die ich geschenkt bekommen habe. Eine andere Schülerin, die ihr Haus ausmistet und mir ihre Bücher überlässt. Letzten Endes bin ich zu der Entscheidung gekommen, dass ich keine Müllablagestelle bin und es nicht unbedingt nötig habe, all diese Bücher in meinem Lebensraum zu horten. Zudem habe ich die Magie des Aufräumens von Marie Kondo kennengelernt und das Ergebnis ist, dass 60% all meiner angehäuften Bücher in einem Buchladen gelandet sind und ich in meinem Haus wieder atmen kann. Das Buch „Der Ruf der Wellen“ war in diesem Schub zufälliger Weise nicht dabei, weil ich es gerade las und dann doch gerne kennen wollte. Ich habe noch ein anderes Buch im Regal von Nora Robert, eine französische Übersetzung, die ich mir mal in einem Restpostenladen gekauft habe. Bei Gelegenheit werde ich es lesen. Es ist doch wichtig für mich, zu erkennen, dass ich meine eigenen Texte doch lieber einfach halten sollte. Wozu immer so tun, als wäre man intelligent, das ist vergebene Mühe.

Zum Fazit möchte ich sagen, Nora Roberts ist kurzweilige Strandlektüre. Was das Bild und das Verhalten der Frau Männern gegenüber anbetrifft, möchte ich jetzt nicht unbedingt breittreten, denn diese Bücher sind alles andere als emanzipiert und entsprechen einem Zeitgeschmack. In den siebziger Jahren glaubte man auch, dass die Frauen emanzipiert seien und man braucht sich nur die James Bond Filme aus dieser Zeit anzuschauen, um zu begreifen, was für Hirngespinste in den Köpfen der Menschen herrschten. Persönlich bin ich es leid, junge Frauen einfach als selbstbewusst abzustempeln, weil sie fleißig auf die Universität gehen, die vom wohlhabenden Papa bezahlt wird, während die brave Mama das heimatliche Nest in Ordnung hält und die Eltern nur darauf hoffen, dass ihr Mädchen einen ordentlichen Ehemann findet, der all ihre (materiellen) Wünsche erfüllen kann. Dazu kommt, dass diese jungen Weibchen völlig ihre Mittel verlieren, sobald sie sich vor einem durchtrainierten Mann befinden, der sie anmacht. Dann wird von Gefühlen und Regeln geredet, du tust mir weh und blablabla, ich weiß was ich will, dabei wird sie wahrscheinlich nur vom sozialen Druck und ihren Hormonen gesteuert.
Dabei frage ich mich jeden Tag, wie fühlt es sich an, wenn ich mich einfach wie ein Mensch verhalte. Ich bin eine Frau, aber ich verhalte mich nicht wie ein Weibchen in dieser Epoche. Aber um dahin zu kommen, bedarf es allerhand Erfahrungen, Forschungen und vor allem Freiheit im Kopf. Und man muss akzeptieren, allein zu sein.

« Die Seiten der Welt » von Kai Meyer

Die Seiten der Welt - Kai Meyer

Hallo liebe Leser ! Heute habe ich mich dazu entschieden, ein paar Zeilen über ein von mir gelesenes Buch zu schreiben und hier zu teilen. Ich lese sehr viel französische Texte und Bücher, es ist eher selten, dass ich mich einem deutschen Buch zuwende. Aber Ausnahmen bestätigen die Regel.
Meine persönliche Geschichte mit dem Buch „Die Seiten der Welt“ von Kai Meyer ist etwas anders als einfach nur ein Kauf im Buchladen oder im Internet.

Zunächst ein paar Worte zum Inhalt des Buches:

Ein fünfzehn Jahre junges Mädchen lebt mit ihrem Vater und ihrem jüngeren Bruder abgeschieden von der normalen Welt in einem Reich der Bücher. Sie lernt über die Magie der Bücher und sehnt sich danach, sobald wie möglich, zu ihrem Seelenbuch zu finden, um selbst unglaubliche Abenteuer und Recherchen wie ihr mächtiger Vater zu erleben. Dabei wird ihr bald bewusst, dass sie sich in einem unglaublichen Abenteuer verstrickt befindet. Ein Abenteuer, in dem sich die Grenzen der Wirklichkeit, der Vergangenheit und Zukunft verschieben, sie mit unglaublichen Wesen Kontakt aufnimmt und bald nicht nur um ihre eigenes Überleben kämpfen muss, sondern die Existenz einer gesamten Welt von ihren Entscheidungen abhängt.

Kai Meyer nimmt uns in ein unglaubliches Abenteuer mit, in dem jedes Detail letzten Endes seine Bedeutung hat und was ich persönlich besonders interessant fand, ist seine Fähigkeit, Handlungsstränge interessant miteinander zu verflechten. Alle Geheimnisse finden ihre Erklärung früher oder später im Verlauf dieses fantastischen Abenteuers.

Ich habe mir dieses Buch vor etwa drei Jahren auf der Leipziger Buchmesse gekauft. Ein sehr intensiver Moment. Ich hatte mir damals ein Ziel gesetzt und zwar, vor meinem vierzigsten Geburtstag als Schriftsteller auf eine große Büchermesse eingeladen zu werden. Die vier Tage, die ich dort verbracht habe, waren voll von Erfahrungen, die ich um nichts missen möchte. Ich hatte die Möglichkeit, Leute zu treffen, die ich sonst durch Verbindungen im Internet kannte. Ein paar meiner Geschichten und sogar zwei kurze Romane waren von kleinen Verlegern veröffentlicht worden und ich hatte ein paar Tage frei gemacht, weil mein damaliger Verleger mich auf die Messe einlud. Ich befand mich auf einem Stand zwischen all den anderen Kleinverlegern, viele kannten einander, es wurden Mails und Visitenkarten getauscht und ich war von den Menschenmengen beeindruckt, die sich durch die Gänge schoben, um sich die Bücher anzuschauen, zu kaufen. Solche Messen sind wirklich ein Ereignis.
Kai Meyer war für mich zu diesem Zeitpunkt kein Begriff, aber ich fand das gepflegte Outfit des Buches sehr interessant und dachte mir, warum nicht ein neues Leseabenteuer versuchen. Ich beobachtete, wie die neuen, aber bereits anerkannten Autoren miteinander diskutierten. Für sie gab es ein abgegrenztes Café und ich musste mich daran erinnern, dass in Deutschland nicht dieselben Regeln gelten wie in Frankreich. In Deutschland bringt es absolut nichts, charmant und nett zu sein, um irgendwo eingeladen zu werden. Jede und jeder soll gefälligst seinen Platz bezahlen. Ich erinnere mich …
Immerhin hat der gute Kai mir das gekaufte Buch signiert – ich hatte es doch gekauft und das Signieren gehört für einen Autor zum Mindestprogramm des guten Tons. Diese Tätigkeit soll sogar sehr anstrengend sein, wenn die Leser stundenlang Schlange stehen und ein Buch nach dem anderen unterschrieben wird, mit einer persönlichen Note und obendrein einem Foto zur Erinnerung …
(Wie gesagt, in Frankreich, besonders in Paris habe ich oft die Erfahrung gemacht, dass es für mich einfach ist, mit einem gepflegten Make-up und einem gewinnenden Lächeln nahezu überall reinzukommen. Doch in meinem Heimatland ist das anders. Wenn man auf die Frage „Wer sind sie?“ nicht klipp und klar antworten kann, dass man jemand ist, der eine gewisse Bedeutung hat, wird man nicht reingelassen – Punkt.)
Aber im Grunde ändert das nicht viel.
Ich habe nach all dieser Zeit endlich Momente gefunden, dieses Buch zu lesen. Ich wollte diesen Band nicht beschädigen, denn ich lese nun mal viel in der Metro und im Zug auf meinen täglichen Pendelfahrten zur Arbeit. In der Tat haben sich allerhand Buchstaben vom schönen Umschlag im Laufe der Zeit abgerieben, was nicht geschehen wäre, wenn ich das Buch ausschließlich zu Hause gemütlich mit Tee gelesen hätte. Doch solche Momente sind zu selten. Wenn ich nur unter idealen Umständen lesen oder schreiben würde, käme dabei nicht viel heraus.
Merkwürdigerweise war es schwieriger als erwartet, dieses Buch zu lesen. Vielleicht hängt es damit zusammen, dass ich sehr viel auf Französisch lese. Aber ich habe es geschafft. Die Sprache in diesem Werk ist sehr bildlich und kommt mir so perfekt vor, wie jemand, der das gewissenhaft studiert hat. Genau diese Verbindungen, die mir absolut fehlen. Die Kunst, Handlungsstränge auszuarbeiten und ineinander zu verflechten, finde ich ausgesprochen gelungen. Und vor allem war ich froh darüber, dass ich noch immer in der Lage bin, dieses Lesegefühl zu erlangen, wie damals als ich als Kind meine Bücher aus der Stadtbücherei holte und mich regelrecht in meinen Lesestoff vertiefte.

Nun gut, ich habe überhaupt keine Beziehungen zu irgendwelchen Menschen, die sich für neue Geschichten interessieren oder in dieser für mich völlig undurchsichtigen Welt der Verlage, Hochschulen, Universitäten, Künstlern undsoweiter Verbindungen haben. Ehrlich gesagt habe ich versucht, mich dafür zu interessieren, daran teilzuhaben, zu kommunizieren, um zu lernen und bemerkt zu werden. Nach einigen Jahren ist mir aufgefallen, wieviel Zeit für das Networking drauf geht und mir persönlich gar nichts bringt. Was kann ich als unbekannte Schreiberin anderen schon bringen? Also habe ich das alles fallengelassen und entschieden, mich ausschließlich auf meine Geschichten und mein Leben zu konzentrieren. Ich bin mein eigener Sponsor und ein Vollzeitjob ist zeitraubend. Den brauche ich aber, um meine Familie und mich zu unterhalten. Den Rest der Zeit teile ich mir so ein, dass es mir hauptsächlich was bringt. Und Schritt für Schritt habe ich sie wiedergefunden, die Magie des Lesens und des Schreibens, das Gefühl, in fantastische Welten abzutauchen, die uns der menschlichen Essenz näherbringen. Denn diese Geschichten arbeiten unsere Erfahrungen, Sehnsüchte und Urängste aus. In diesen Geschichten kann man zurück zum Mut finden, den ein Mensch braucht, um in seiner Welt zu überleben. Diese Geschichten sind ein Aufbegehren gegen die Tatsache, einfach nur einem System zu dienen, in das man reingeboren wurde, in dem man nur eine Nummer ist, die etwas einbringen muss, um rentabel zu sein. Unsere Vielzahl scheint nur in Form von Verträgen existieren zu können. Doch unsere Vorfahren lebten anders auf dieser Welt und ich finde es wichtig, sich daran zu erinnern, um sich selbst besser zu verstehen. Viele von uns haben das Gefühl, nicht in das System zu passen und erdulden es schwer mit Stress und gesellschaftlichen Druck, doch im Grunde ist das System einfach nur unmenschlich. Allerdings ist es sinnlos, unser momentanes Zusammenleben verteufeln zu wollen. Wer hat schon wirklich Lust darauf, in absoluter Ungewissheit zu leben, kalten Wintern ausgesetzt zu sein, seine Kinder sterben zu sehen, selbst tödlichen Gefahren ausgesetzt zu sein? Ein System, dass uns ein Überleben in einem relativen Komfort ermöglicht, den Preis, den wir dafür bezahlen müssen, kennen wir – Unfreiheit.

Nun denn, soweit der Stand der Dinge. Ich finde das Buch „Die Seiten der Welt“ sehr gut und schön. Soll es zwischen meinen anderen Büchern im Regal darauf warten, wenn ich mal ein weiteres Werk von Kai Meyer lese. In der Zwischenzeit werde ich weiter in meine Chroniken aus Ravan abtauchen.

Willkommen 2018

Happy NEw Year 2018

Da ist es wieder – ein neues Jahr! Ich wünsche all meinen Lesern einen guten Start in das neue Jahr, Gesundheit und Glück für eure Projekte und Ziele! Alles andere wird sich zeigen! Wer über Gesundheit und Glück verfügt, kann daraus nur das Beste machen!
Das vergangene Jahr war ein Jahr des Verheilens und des Reparierens. Jetzt bemühe ich mich, ein paar zusammenhängende Zeilen für den Blog meiner Chroniken zu schreiben und muss insgeheim darüber lachen, wie schwer es mir manchmal fällt, zu meinem Schreibhandwerk zurück zu finden. Es ist ja nicht so, als würde ich tatenlos sein, wenn ich nicht an den Chroniken arbeite. Ganz im Gegenteil! Ich habe es mir zum Beispiel in den Kopf gesetzt, auf meinem französischen Blog einen E-shop aufzubauen, auf dem ich einen Teil meiner gesammelten Steine zum Verkauf anbiete. Und weil ich es gerne habe, wenn alles schön aussieht, ist das mit allerhand Mühe verbunden. Das Lernen und Studieren der Kristalle und Steine hat einen sehr positiven Einfluss in mein Leben und ich fühle mich sehr mit den Elementen der Erde verbunden.
Manchmal kommt es mir vor, als sei ich einfach ein merkwürdiger Mensch aus einer anderen Zeit. Da geht man seinen alltäglichen Verpflichtungen nach und versucht, dazu zu lernen und schaut sich um. Wie zum Beispiel gestern vor der roten Ampel, vor der Madeleine auf der rue Royale in Paris auf meinem Weg zur Arbeit. Ich dachte mir, nun bin ich hier auf dieser Erde, wie alle anderen auch, habe nicht darum gebeten, geboren zu werden und versuche, daraus mein Bestes zu machen. Allerdings fühlt es sich so an, dass man einfach nur da ist und als Mensch irgendwie vergessen wurde. Dieses Gefühl ist nicht traurig, sondern eher befreiend. Menschen hat es schon zu anderen Zeiten gegeben und sie haben gelebt. Sich an alte Geschichten von vergangenen Momenten zu erinnern, ohne dass jemand davon berichten konnte, erscheint unglaublich. Doch wie war es wohl gewesen, als die unseren in diesen Landen lebten, ohne Komfort, Elektrizität, künstlichen Licht, und sie den Elementen ausgesetzt waren. Wenn sie ihre Vorräte für den Winter und für ihren Clan gesorgt hatten, galt es, die kalte Jahreszeit zu überleben. Die langen, dunklen Nächte, die dichten grauen Wolkenhimmel, die Ungewissheit, ob nicht eines Tage Fremdling in ihr Land einfallen würden und ihren Frieden stören, so lebten wir einst und jeder Tag war ein Geschenk. Wer konnte schon Zukunftspläne schmieden, so wie es heute von uns erwartet wird? Im Grunde sind wir gar nicht dafür geschaffen, wo unsere Vorfahren über Generationen von einen Monat in den nächsten überlebten.

Also lasse ich mir Zeit mit meinen Geschichten! Sie leben und lieben in meinem Kopf und manchmal gelingt es mir, das alles aufzuschreiben.
Auf meinen Wegen in der Metro lese ich Bücher von Schriftstellern die es geschafft haben, für ihre Texte bezahlt zu werden und frage mich manchmal, warum sie die eine oder andere Idee nicht zu Ende gedacht haben, oder eine komplette Geschichte mit einem Detail unglaubwürdig haben werden lassen? Aber das spielt eigentlich keine Rolle, denn Namen verkaufen sich besser als die Geschichten, die damit geschrieben wurden. Wie sagt man doch so schön: Papier ist geduldig. Und Bücher sind angenehme Reisebegleiter.

In diesem Sinne, ein gutes neues Jahr, lasst es euch gut gehen und vor allem, lasst euch nicht unterkriegen.

Was von den Chroniken aus Ravan schon lesbar ist, steht hier :

Oder auf Watpad !

die-chroniken-von-ravan

Warum Geschichten schreiben …

Verbotener verwunschener Garten

Gerade gestern hatte ich ein anregendes, leider zu kurzes Gespräch mit einer Arbeitskollegin, die selbst Schriftstellerin ist. Sie freute sich über einen neuen Vertrag mit einem weiteren Verleger. In der vergangenen Woche hatte sie ein Treffen mit ihm und ihr stehen zwei arbeitssame Jahre bevor, in denen sie sich einem neuen Buch widmen soll. Ich bin schon gespannt darauf. Sie schreibt historische Roman und setzt sich für fantastische Rollenspiele mit historischen Kostümen ein – ich finde das wunderbar. Sie sagte, dass hier in Frankreich in erster Linie das Talent und das Gefühl beim Schreiben eines Textes zähle und man weniger akademischer wie in anglosächsischen Ländern beim Verfassen von Romanen vorginge. Oh wie ich damit einverstanden bin! Ich bin nur froh, dass es heute die Möglichkeit gibt, sein Geschriebenes wenigstens mit ein paar Lesern in der weiten Welt Dank Internet teilen zu können und nicht nur für eine Schublade zu schreiben. Ich erinnere mich noch an die Zeit, in der ich in meinem Jugendzimmer saß und meine Geschichten nur für mich schrieb und zeichnete. Ich wagte es kaum, sie jemand zu zeigen, denn ich galt auch ohne schon für verrückt genug. Doch im Grunde war es nicht weiter schlimm, denn ich wollte einfach nur das Buch schreiben, welches ich selbst am liebsten lesen würde.

Ein weiterer Punkt wurde in unserem Gespräch angesprochen – schreiben, um der Langenweile der Realität zu entkommen. Nicht zu entfliehen, es dreht sich hier nicht um eine feige Flucht, die aus uns ängstliche und unverantwortliche Geschöpfe werden lässt. Eher im Gegenteil – zu viel Mut würde von den meisten falsch verstanden. Es ist ähnlich wie mit dem Dauerlaufen. Viele Menschen, die keinen Sport treiben, oder nur aus Pflichtgefühl, weil überall gesagt wird, wie gut das für die Gesundheit sein soll, können nicht verstehen, warum andere immer so gerne freiwillig dauerlaufen, kilometerlang durch die Landschaft rennen und sich dabei gut fühlen. Sagen wir es so, wir laufen nicht, um länger oder besser zu leben, sondern intensiver. Mit dem Schreiben ist es ähnlich. Niemand setzt sich über Monate, Jahre freiwillig irgendwo hin und denkt sich irgendwelche Geschichten aus, wenn ihm es selbst nichts bringen würde. Persönlich akzeptiere ich keine leeren Ratschläge von anderen, die meinen, sie wissen, was ich schreiben sollte, um Erfolg zu haben. Ehrlich gesagt ist mir der Erfolg gleichgültig, Hauptsache meine Helden leben irgendwo in meinen Geschichten. In meinen Geschichten können die Protagonisten sich wenigstens ihren Feinden stellen, was natürlich alles andere als einfach oder ungefährlich ist. Aber das ist doch eine unglaubliche Freiheit – und die ist kaum einem in der Wirklichkeit gegeben. In der Realität hoffen wir, dass alles gut gehen mag und sind gesteuert von Verpflichtungen und Steuern, um überhaupt existieren zu dürfen. Jede menschliche Beziehung ist an einen Vertrag gebunden, eine soziale Stellung, die man pflegen muss, sonst stürzt das System zusammen. Also träume und schreibe ich weiter an Geschichten von Menschen, die ihren Gegenübern in die Augen sehen müssen, um eine Möglichkeit zu haben, etwas von ihnen zu verstehen.

Dann kam noch ein anderes Thema zum Gespräch, welches mir sofort einleuchtete – schreiben ist erotisch. Mit den Worten hautnah mit seinen Protagonisten verbunden zu sein, kann ich mir anders nicht erklären. Wie die Natur auf jeden wirkt und was jeder empfindet ist folgenderweise sehr intim. Viel intimer als das Zusammenleben mit unseren sogenannten Mitmenschen, die in den meisten Fällen durch Verträge aneinandergebunden sind und es sich anders gar nicht mehr vorstellen können. (Allein die Tatsache, jemanden zu bezahlen, um Lösungen für seine persönlichen Probleme zu finden, wie es bei Psychologen der Fall ist, finde ich absurd. Noch perverser ist es, dieses Gebiet studieren zu wollen, um reich zu werden, weil zum Beispiel die Vorfahren über eine lukrative Sprechstundenpraxis verfügen, ist doch eigentlich krank. Sich in jemand zu verlieben, weil er teure Geschenke bezahlen kann, oder sich zu jemand setzten und beichten, weil eine alte Institution das so verlangt … ich meine Beispiele für unmenschliches Zusammenleben gibt es unzählige, da brauch man weder ein Spezialist zu sein, noch lange suchen. Und dennoch ist es für uns in Wirklichkeit normal.) Ich mag es eben, ab und zu etwas Unnormales zu erleben und Menschen und Tiere und die Natur und das Universum so zu betrachten, wie sie vielleicht wirklich sind. Jedenfalls versuche ich es, denn ich weiß nie, wie ich das genau in Worte fassen soll, weil ich es eben nicht anders gewöhnt bin.

Die Chroniken von Ravan

Wie gemein wir doch sind …

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Ich hatte gerade Lust, ein paar Zeilen über die Entstehung eines neuen Protagonisten in den Chroniken von Ravan zu schreiben. Mit ist nämlich dabei aufgefallen, wie gemein wir doch im Grunde sind. Ich lasse mir da einen jungen Ritter einfallen, dem eine Mission von größter Wichtigkeit anvertraut wird. Er wird auf seinen jungen Schultern im Laufe der Geschichte eine mächtige Verantwortung tragen. Jedenfalls habe ich mir gedacht, dass es Gründe für sein melancholisches Verhalten in den späteren Jahren geben muss.

Um den guten Mann so richtig aufleben zu lassen, habe ich mir seine Geschichte wie folgt ausgedacht: man nehme einen großgewachsenen Erstgeborenen aus einer wohlhabenden Familie, der Stolz seines Vaters, mutig und mit einem reinen Herzen überlebt er den entsetzlichen Krieg und steht hoch in der Achtung seines Königs. Zu allem Überfluss ist dieses Abbild von männlicher Perfektion mit einer jungen tugendhaften Frau verlobt, die schön wie ein Frühlingsmorgen ist und nie einen falschen Gedanken hegt. Nur ein einziges Mal sind die beiden gegenseitig ihren unwiderstehlichen Scharm verfallen und haben das Verbot der körperlichen Liebe vor ihrer Heirat übertreten.

Nun ist der Krieg vorüber und der gute Held könnte seine Geliebte heiraten, wenn das Schicksal und vor allem der Willen seines Königs es nicht anders für ihn entscheide

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Der begnadete Künstler diese Bildes findet ihr unter dem Link im Bild direkt auf seine Künstlerseite !

Herz, Schmerz und im Grunde eine gesunde Portion von Schadenfreude gegenüber solch perfekten Wesen, denen das Leben regelrecht zulacht und denen alle Türen offenstehen, lassen uns liebend gerne mit solchen Helden mitleiden und lieben.

Wer sich schon mal ins Lesevergnügen stürzen möchte, ist herzlich willkommen!

Trügerischer Herbstwald

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Es könnte sein, dass mein abenteuerlicher Dauerlauf heute im Wald zum vorherrschenden Chaos in meinem neuen dritten Kapitel beigetragen hat. Wenn ich mich stundenlang im Wald aufhalte und mir in den Kopf setze, mich durch ausdauerndes Laufen zu stärken, ist mir in den Jahren bewusst geworden, wie gefährlich der Wald sein kann. Eine winzige Wurzel, ein kleines von toten Blättern verstecktes Loch oder ein einfacher Stein können einen zum Fall bringen, den Fuß verletzten oder den Knöchel verstauchen.

So gesehen mag ich es mir gar nicht ausmalen, wie es in Wirklichkeit ist, wenn man im Dunkeln durch die Wildnis irrt …

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Erste Schritte auf Instagram

Ich mag Instagram sehr gerne, denn es gibt unglaublich viel zu entdecken. Besonders begeistert bin ich von den eifrigen Leseratten, die immer so schöne Bilder posten. Besonders schön finde ich:

Rebekka Rubinstein unter @bekkarubin

Bücherhimmer unter @buecher.himmel

Sopie unter @sophies_buecherwelt

Meine ersten Post sehen so aus :

Die Chroniken von Ravan – der Anfang !

Die ersten Schritte habe ich bereits unternommen und angefangen, sie zum Lesen in ein ebook zu packen. Wenn Ihr auf das Bild klickt, kommt die-chroniken-von-ravanihr zum Lesebuch :

Das Land von Ravan wird von einem entsetzlichen Krieg heimgesucht. In einer stürmischen Nacht ohnegleichen kommt es zu schicksalshaften Veränderungen, vor denen niemand verschont bleibt – schon gar nicht die königliche Familie.

 

 

Insgesamt sind es 4390 Wörter geworden. Ich finde es wirklich nett, dass das Büchlein bereits 14-mal heruntergeladen wurde, obwohl ich dafür noch überhaupt keine Werbung mache. Es gibt doch neugierige Leser!